Lokalsport

Markus Prettner in Nabern kein Thema

Der SV Nabern steht in der Kreisliga A an der Schwelle zur "Sicherheitsliga". Trotz der miesen Lage ist der ehemalige Goalgetter vom Oberen Wasen, Markus Prettner, kein Thema mehr.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Das Titelrennen in der Bezirksliga ist wieder völlig offen. Am Samstag gewann der SV Göppingen das Spitzenspiel gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer SC Geislingen vor 250 Zuschauern auf dem Kunstrasen an der Hohenstaufenstraße mit 5:1. Achim Feyl, Trainer des SC Geislingen: "Ich sehe die Niederlage nicht so tragisch. Wenn wir einmal verlieren, dann halt gleich richtig." Trotzdem ist Feyl weiter zuversichtlich: "Ich glaube, dass sich die Niederlage in den nächsten Spielen nicht negativ auswirken wird."

Richtig happy war hingegen Uli Haug, der Coach des SV Göppingen: "Jetzt ist alles wieder offen, das bringt uns Auftrieb." Eine echte Verstärkung ist Gaetano Caruana. Der 27-Jährige, unter der Teck noch bestens bekannt als Spieler des TSV Notzingen, wechselte in der Winterpause vom Verbandsligisten FC Donzdorf unter den Hohenstaufen. Uli Haug: "Das ist ein echter Spielmacher. So einen Spieler haben wir schon immer gesucht."

Auch beim TSV Notzingen sorgte ein Neuzugang für Jubelstimmung. Roland Keck, eigentlich ein waschechter Notzinger, kickte zuletzt zehn Jahre im ein paar Kilometer vom Eichert entfernten Aspen beim A-Ligisten TVH. Jetzt kam der 30-Jährige zurück und hatte im Heimspiel gegen den SSV Göppingen einen prima Einstand, erzielte das Tor zum 3:2. Nicht nur in dieser Szene war Keck eine Bereicherung für die Mannschaft.

Fünf Tore in einem Spiel, das ist in den Lehenäckern beim TSV Jesingen eher eine Rarität. Und ein Treffer war schöner als der andere. Nach dem Pokalaus am vergangenen Mittwoch folgte nun wieder ein Stimmungsmacher. Trainer Klaus Müller fordert: "Jetzt müssen wir nachlegen." Am Sonntag gastiert der TSV beim SSV Göppingen und eine Woche später kommt dann der SC Geislingen in die Lehenäcker. Da gibt es dann ein Wiedersehen mit Achim Feyl. Der heutige Coach der Geislinger trainierte in den Achtzigerjahren schon mal den TSVJ in der Kreisliga B. Frust beim SV Nabern. Und wenn einmal Daueroptimist Rainer Kneile ratlos ist, dann ist es am Oberen Wasen weit gekommen. Der Abteilungsleiter klagt: "Ich kann keine Patentlösung präsentieren." Die Mannschaft ist total verunsichert, es fehlt das Selbstvertrauen. Rainer Kneile zur 1:3-Niederlage gestern in Neckartenzlingen: "Das hatte mit Fußball nicht mehr viel zu tun. Das ging bis an die Schmerzgrenze." Fakt ist auch, dass Markus Prettner nicht zum SV Nabern zurückkehren wird. Kneile: "Dieses Thema ist ad acta gelegt." 14 Begegnungen sind es noch bis zum Saisonfinale eigentlich noch genügend Möglichkeiten für den SVN, sich aus dem Schlamassel zu befreien.