Lokalsport

Matsudaira wird doch kein Frickenhausener

Frickenhausen. Nach dem polnischen Nationalspieler Jakub Kosows­ki nun auch der viel gepriesene Japaner Kenji Matsudaira (21), der im Täle kurzfristig von der Schippe springt: Frickenhausens Weg hin zu Neuverpflichtungen, die den sofortigen Bundesliga-Wiederaufstieg garantieren könnten, bleibt schwierig. Diesmal war‘s ein lukrativer Profivertrag, der dem Tischtennisclub in letzter Minute alle Pläne durchkreuzte: Weil Matsudaira beim Playoff-Halbfinalisten TTC Grenzau nach überzeugenden Leistungen sowohl in der ersten als auch zweiten Mannschaft jetzt mehr Geld und Bundesliga-Spielzeit offeriert bekam, bleibt er definitiv im Westerwald – zum Leidwesen der Frickenhausener, die den Weltranglisten-105. vor Wochen als sicheren Neuzugang vermeldet hatten.

Krumm nahmen‘s die TTCler dem jungen Japaner allerdings nicht, dass er dem Lockruf aus dem 9500-Seelen-Städtchen Höhr-Grenzhausen erlegen war. „Kenji Matsudaira wollte unbedingt in der Bundesliga spielen. Wir haben seiner Bitte entsprochen“, sagte Frickenhausens Manager Jürgen Veith. Bereits am Sonntag präsentierten die Grenzauer Matsudaira offiziell als Bundesliga-Spieler 2010/11.

Dagegen muss der Tälesclub, der sponsorenbedingt künftig TTC Matec heißen wird, nach den Abgängen von Bastian Steger (FC Saarbrücken), Kentu Matsudaira (Japan) und Fabian Akerström (zurück nach Schweden) große Lücken schließen. Als Neuzugänge stehen bisher Krisztian Nagy (Lombard BVSC Budapest), Torben Wosik (Angers Vaillante TT) und das junge Nachwuchs-Gebrüderpaar Dang und ­Liang Qiu fest. „Wir suchen weiter“, sagte Veith gestern. top

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