Lokalsport

Max Berners wilde Aufholjagd

Max Berner sorgte mit Rang vier bei der Nachwuchs-DM in Bischofsmais für das beste Resultat der Mountainbiker aus der Region. Benedict Bosler hatte Pech und musste mit einem abgebrochenen Schaltwerk aufgeben.

EDGAR VELOCI

Anzeige

"Endlich hat es mal geklappt", jubelte ein überglücklicher Max Berner im Ziel. Der Giant-Goldway-Biker war vermutlich einer der wenigen Fahrer, die sich bei der deutschen Meisterschaft über einen vierten Platz so richtig freuen konnten. Dabei hatte der MTB-Teck-Fahrer in der Slalomprüfung am Samstag durch einen Sturz eine gute Ausgangsposition fürs Rennen verpasst. Mit 1:20 Minuten Rückstand als Handicap musste er an den Start. "Ich fühlte mich von Anfang an gut und am Ende sogar immer besser", schilderte Berner den Verlauf. Er machte Position um Position gut und hinterließ auf dem Weg zu seinem bisher größten Erfolg einen starken Eindruck. Der Abstand auf Rang drei war immerhin deutlich genug, dass er sich über eine verpasste Medaille anschließend nicht zu ärgern brauchte. Zum Sieger Marcel Fleschhut (Mosbach) hatte Berner einen Rückstand von 6:04 Minuten.

Torsten Lehmann (Giant Goldway) tauchte seine Betreuer in ein Wechselbad der Gefühle. Mit dem gleichen Handicap wie Berner gestartet, brauchte er lange bis er ins Rennen kam. "Am Anfang war es hart, da hat bei mir ein wenig die Motivation gelitten", erzählte er. Erst die richtigen Worte von Trainer Stephan Paul verhalfen zur Aufholjagd, die mit einem respektablen 13. Platz endete. "Max hat endlich mal ein Rennen durchgebracht und Torsten hat Moral gezeigt", war Paul sichtlich zufrieden. Jan Hermann (Giant Goldway) kam auf Rang 25, Robin Hartmann (Giant Goldway) musste nach dem versehentlichen Tritt eines Konkurrenten gegen das Knie aufgeben.

Im U23-Rennen erreichte Alex Speisekorn (Giant Goldway) mit Rang 20 (eine Runde Rückstand) genau das Ergebnis, das er sich erhofft hatte. Speisekorn fuhr ein konstantes Rennen und hatte am Ende auch das bessere Finish gegenüber seinem Teamkollegen Benjamin Vogel. Der war zur Hälfte der Distanz auf ihn aufgefahren. Bis zur letzten Runde war das Teck-Duo gemeinsam unterwegs. Benjamin Vogel belegte Rang 22 und erfüllte damit die in ihn gesetzten Erwartungen. Benjamin Rudiger (Freiburg) wurde nach 1:57:43 Stunden Nachfolger des vierfachen Titelträgers Manuel Fumic. Er hatte 32 Sekunden Vorsprung auf seinen Rothaus-Teamkollegen Frank Lehmann und 53 Sekunden auf Stefan Achatz (Deggendorf).

Benedict Bosler (Orbea-Haspel) war im Junioren-Rennen auf dem Weg zu einer starken Vorstellung. Er hatte sich bis zur vierten von neun Runden auf den neunten Platz nach vorne geschoben. Landestrainer Bernd Ebler (Freiburg) sah ihn sogar in Reichweite zu Platz sechs, als er in Runde fünf plötzlich fehlte. Ein Stock hatte sich im Schaltwerk verfangen. Als Bosler das dünne Metall gerade- biegen wollte, riss es vollständig ab ausgerechnet bei den deutschen Meisterschaften. "Ich hatte so gute Beine", ärgerte er sich nachher und auch Bernd Ebler konnte es nicht fassen.

Juniorenmeister wurde Philipp Walsleben (Kleinmachnow). Denis Opeka (Scott Heilenmann) aus Weilheim brachte aus den Technik- und Slalom-Prüfungen einen Rückstand von 2:30 Minuten mit. Trotzdem gelang es ihm, in der Schülerklasse von Rang 36 noch auf einen hervorragenden fünften Platz nach vorne zu fahren.