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Metzinger Asse stechen

Handball: Deutsche U 16-Mädchen schlagen die Schweiz vor 300 Zuschauern in Owen mit 31:25

Die deutsche Jugendnationalmannschaft des Handballjahrgangs 1994/95 hat vor rund 300 Zuschauern in der Owener Teckhalle die Mannschaft aus der Schweiz verdient mit 31:25 (12:9) geschlagen.

Owen. Wiedergutmachung geglückt: Am Vortag des Schweiz-Spiels war die deutsche Mannschaft von Jugendbundestrainerin Ute Lemmel in Weil im Schönbuch noch der tunesischen Nationalmannschaft mit 25:30 unterlegen – einen Tag später in Owen gelang den deutschen Mädchen gegen den Nachbarn aus der Schweiz eine deutliche Leistungssteigerung und ein auch in dieser Höhe verdiente Erfolg.

Vor ungewohnt großer Kulisse von 300 Zuschauern hatten beide Mannschaften zu Beginn ihre Schwierigkeiten im Torabschluss. Erst nach vier Spielminuten brach Linksaußen Helena Oldenburg den Bann und erzielte den ersten Treffer der Partie. Doch die Gäste aus der Schweiz glichen umgehend wieder aus. Deutschland legte nun immer wieder vor, doch meist folgte umgehend der Ausgleich durch die Gäste. Meist war ihre beste Werferin, Vanessa Kohler, am Erfolg beteiligt. Bis zum 8:8 waren die Gäste noch auf Augenhöhe, danach vergaben die Eidgenossen zahlreiche Torchancen. Dinah Eckerle im Tor der deutschen Mannschaft zeichnete sich in dieser Phase mit mehreren Glanztaten aus. Bis zum Seitenwechsel setzte sich die DHB-Auswahl auf 12:9 ab. Vor allem mit der Defensive war Bundestrainerin Ute Lemmel sehr zufrieden. Der phasenweise leichtfertige Umgang mit den Torchancen trübte jedoch ihre Stimmung noch ein wenig.

Nach dem Seitenwechsel gelang Deutschlands bester Werferin, Maren Weigel vom TuS Metzingen, das 13:9. Dann kam ein kleiner Bruch ins Spiel der Deutschen, viele Aktionen wurden überhastet abgeschlossen und so war es kein Wunder, dass die Gäste in der 40. Spielminute beim 18:17 wieder in Schlagdistanz waren. Doch der Ausgleich wollte den Roten nicht gelingen. Nun kam die Metzinger Achse mit Katharina Beddies und Maren Weigel ins Rollen. Entweder war die elffache Torschützin Weigel erfolgreich oder auf der halb linken Angriffsseite ihre Vereinskameradin Beddies. Deutschland zog durch sechs Treffer in Folge auf 23:17 davon. Die Gäste reagierten mit einer Auszeit auf den Lauf der DHB-Auswahl. Doch diese zeigte nicht ihre gewünschte Wirkung. Deutschland war nun die eindeutig dominierende Mannschaft und hielt auch zum Erstaunen der Zuschauer das Tempo weiter hoch. Keine Spur von Müdigkeit im DHB- Team, trotz dreier Trainingseinheiten in der Vorbereitung und dem kräfteraubenden Spiel am Vortag. Beim 28:22 erneut durch Weigel war die Vorentscheidung zugunsten der DHB-Mädels gefallen. Bis zum Endstand von 31:25 wechselten sich beide Mannschaften im Torewerfen ab.

Das Fazit von Ute Lemmel fiel dementsprechend positiv aus, sie war vor allem mit dem Abwehrspiel phasenweise sehr zufrieden. „Hier lag unser Erfolgsrezept“, so die Jugendbundestrainerin zufrieden. Owens stellvertretender Abteilungsleiter Ulrich Raichle zeigte sich ebenfalls zufrieden mit den Leistungen, attestierte er doch den beiden Mannschaften, den bisher schönsten und vor allem temporeichsten Damenhandball in der Teckhalle gezeigt zu haben. jb

Deutschland: Eckerle, Roth – Schnack (1), Kamann (2), Rösike (1), Beddies (4), Conrad (1), Geis, Mayer, Hartstock, Reinkens, Weigel (11), Namat (3), Schombel (4), Odenwald (4)

Schweiz: Djokovic, Morf – Decurtins (1), Eggimann (4),, Egli (1), Emery (2), Frey (1), Gwerder, Heini (1), Kohler (10/5), Mathys (3), Riechsteiner, Sommerhalder (2), Traber, Polanen, Wick

Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier (HSV Stuttgart-Nord)

Zuschauer: 300

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