Lokalsport

Mission Aufstieg

Zweitliga-Turnerinnen des VfL vor Entscheidungskampf

Am Samstag wird es ernst für die Zweitliga-Mannschaft der VfL-Turnerinnen: In Gäufelden-Nebringen bei Herrenberg geht es im dritten und entscheidenden Wettkampf um die Qualifikation zum Aufstiegswettkampf in die erste Bundesliga. Nach den zwei Wettkämpfen im April und Juni hat der VfL als Drittplatzierter, punktgleich mit der TG Landshut, noch alle Chancen.

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Kirchheim. Diese Chance will die Mannschaft des Trainergespanns Michaela Pohl und Jochen Weber am Samstag nutzen, um am 12. Dezember in den Relegationskampf gehen zu können. Um den dafür notwendigen dritten Platz zu sichern, müssten die Kirchheimerinnen allerdings Mitkonkurrent Landshut schlagen.

Die VfL-Verantwortlichen hoffen darauf, dass die Mannschaft in stärkster Besetzung antreten kann. Mit Hanna Grosch, Dorothee Henzler, Adina Hausch, Pia Pohl und Lisa Kiedaisch. Die Aussichten sind gut: Hanna Grosch, die am Montag erst von der Kunstturn-Weltmeisterschaft aus London zurückkam, bei der sie als beste österreichische Turnerin am Sprung und Stufenbarren im Einsatz war, ist bestens motiviert und freut sich auf die Kirchheimer Mannschaft.

Dorothee Henzler, die bei den deutschen Meisterschaften mit hervorragenden Leistungen überzeugte, hat ihre Stärken am Schwebebalken und Boden. Am Sprung will sie mit dem Kasamatsu am Samstag einen höherwertigen Sprung zeigen.

Für Adina Hausch, C-Kader-Mitglied des Deutschen Turner-Bundes, ist der Bundesliga-Wettkampf der erste Start seit den deutschen Meisterschaften im Juni. Sie ist wie Hanna Grosch und Dorothee Henzler für alle vier Geräte fest eingeplant. Ihre besondere Stärke ist ihre Stufenbarrenübung, aber auch am Sprung, Balken und Boden ist sie eine wertvolle Stütze der Mannschaft.

Lisa Kiedaisch und Pia Pohl sind für die vier weiteren Starts vorbereitet. Pia Pohl will versuchen, an ihre alten Stärken, vor allem am Boden, anzuknüpfen. Am Sprung trainierte sie zuletzt den gestreckten Tsukahara, ob er allerdings schon wettkampftauglich ist, werden die beiden Trainer erst beim Einturnen entscheiden. Wohl wissend, dass die Personaldecke der Kirchheimer Mannschaft sehr dünn ist und der Ausfall einer Stammturnerin kaum zu ersetzen wäre.

Eine Prognose zu wagen, ist daher schwierig. Nicht zuletzt wegen der neuen Wertungskriterien, die missglückte Elemente hart bestrafen. Über eine gelungene oder verturnte Übung entscheiden oft nur Kleinigkeiten. Doch das Ziel ist klar: ein Platz unter den ersten drei Teams in der zweiten Bundesliga und damit der Einzug in die Relegation. Dort treffen dann am 12. Dezember der Sechste und der Siebte aus der ersten Liga auf die Zweit- und Drittplatzierten der zweiten Liga.

Die VfL-Mannschaft wird den Wettkampf gegen ihren schärfsten Konkurrenten um Platz drei, die TG Landshut, am Stufenbarren beginnen. Hier könnte es für die VfL-Turnerinnen bereits spannend werden, denn dieses Gerät war für das Endergebnis bisher stets ausschlaggebend. Nicht einfacher dürfte es anschließend am Schwebebalken werden. Danach wird die Aufholjagd beginnen: Am Boden und Sprung verzeichnete die Kirchheimer Riege bisher ihre besten Ergebnisse. mp

Wettkampfbeginn ist am Samstag um 12 Uhr in der Sporthalle Gäufelden-Nebringen.

Stand nach drei Wettkämpfen:

1. Eintracht Frankfurt 20,0 366,40 2. WG Hamburg-Wedel 16,0 357,95 3. VfL Kirchheim 11,0 344,35 4. TG Landshut 11,0 341,85 5. TG Veitshöchheim 6,0 331,50 6. TV 08 Baumbach 5,0 329,00 7. TG Breisgau 5,0 325,50 8. Heidenheimer SB 4,0 325,90