Lokalsport

Mission: Zurück an die Spitze

Knights-Abwehr nach Niederlage gegen Herten in der Kritik

Die Katerstimmung nach der Auswärtsniederlage in Herten hielt bei den Knights nur übers Wochenende an. In den ersten Trainingseinheiten am Montag wurde der Fokus auf das zweite Auswärtsspiel in Folge gerichtet. Am morgigen Samstag um 19.30 Uhr ist der Anpfiff zum Spiel bei den Piranhas aus Ansbach.

Thomas Auerbach

Kirchheim. In Ansbach wollen die Knights wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und ihre Aufstiegs­ambitionen untermauern. Coach Pat Elzie kann im Frankenland vermutlich auf den kompletten Kader zurückgreifen. Die größten Hoffnungen ruhen natürlich auf der Rückkehr von Tim Burnette, den die Knights in Herten besonders vermissten. Aber auch die anderen angeschlagenen Spieler wollen sich in der entscheidenden Saisonphase in den Dienst der Mannschaft stellen. Das Hauptaugenmerk im Training dieser Woche lag auf der Abwehrarbeit. Die schlechte Defensive in Herten brachte den Knights in dieser Runde erstmals eine Niederlage mit über hundert Punkten ein. Der Schnitt in den 22 Spielen zuvor lag bei 78,8 Zählern.

Der Aufsteiger aus Ansbach liegt derzeit mit 12:34 Punkten auf dem 15. und vorletzten Tabellenplatz und ist damit das momentan schwächste aller Süd-Teams. Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt jedoch nur zwei Punkte, sodass für die Piranhas der Klassenerhalt noch in greifbarer Nähe liegt. Arg gebeutelt wurde das Team von Trainer Dean Jenko durch Verletzungen wichtiger Spieler wie ihrem Center Konstyantin Fuhrmann, der den Knights im Vorrundenspiel immerhin 27 Punkte einschenkte. Nachverpflichtet wurde dafür Philipp Freeman, der bei Noma Iserlohn aussortiert wurde und gegen die Ritter bereits zu seinem dritten Punktspiel in dieser Saison antritt.

Neben Freemann sind besonders der reboundstarke Power Forward Derrick Harris und Spielmacher Goran Petrovic zu beachten, die bei der jüngsten Niederlage gegen Braunschweig zusammen 41 von insgesamt 93 Punkten erzielten. Doch auch Christian Imberi, Michael Kaiser oder Damian Dubienka können jederzeit zweistellig punkten. Vor allem in der heimischen Halle sind die Piranhas gefährlich, denn von sechs Saisonerfolgen konnten vier zu Hause errungen werden. Doch der Kader der Knights ist so stark wie niemals zuvor besetzt. Die Favoritenrolle liegt eindeutig beim Tabellendritten.

Die Spannung vor dem Saisonfinale, bei dem sich noch mindestens fünf Teams berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Pro A machen können und sechs Mannschaften gegen den Abstieg kämpfen, ist fast greifbar. Das Spitzenspiel des 24. Spieltags findet in Essen statt. Dort trifft der Tabellenführer auf den punktgleichen Tabellenvierten aus Freiburg. Essen will sich für die Hinspielniederlage nach Verlängerung revanchieren und den direkten Vergleich gewinnen. Aber auch dem Zweiten Crailsheim steht ein schwerer Gang bevor: Am Sonntag muss das derzeit „heißeste Team der Liga“ beim Angstgegner in der Ehinger Längenfeldhalle antreten.

Die Knights reisen zum Spiel nach Ansbach mit dem Bus. Abfahrt für die Fans ist um 15.30 Uhr an der Sporthalle Stadtmitte. Allerdings werden auch viele Kirchheimer Fans privat nach Ansbach fahren, um ihr Team zu unterstützen und für eine Heimspielatmosphäre für die Ritter zu sorgen.

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