Lokalsport

Missverständnis kostet Platz eins

Im Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga hat der Spitzenreiter VfL Kirchheim beim Tabellenvierten FV Ravensburg mit 0:1 (0:1) verloren. Dem entscheidenden Treffer ging allerdings ein Missverständnis in der Kirchheimer Abwehr voraus.

KLAUS-DIETER LEIB

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RAVENSBURG Ärgerlich: Ein Missverständnis zwischen dem Kirchheimer Abwehrspieler Ferdi Er und Torwart Patrick Gühring sorgte für das entscheidende Tor, das dem FV Ravensburg den Sieg bescherte. Dabei waren es die Teckstädter, die in den ersten Minuten das Spiel im Griff hatten und durch einen abgefälschten Weitschuss von Emrah Polat die mögliche Führung verpassten (3.). Fast im Gegenzug der kuriose Treffer der Hausherren. Nach einem gefährlichen 18-Meter-Schuss von Daniel Rössler konnte der Kirchheimer Keeper Patrick Gühring das Leder nur abklatschen. Der hinzu eilende Abwehrspieler Ferdi Er rutschte so unglücklich aus, dass er genau vor den Beinen seines Torhüters lag keine Chance für Gühring, an den Ball zu kommen. Diese Unstimmigkeit nutzte der Ravensburger Johannes Veess aus und erzielte aus kurzer Distanz das 1:0 für seine Farben (5.).

Die Gastgeber kamen nun besser ins Spiel und hatten nach einem Freistoß von Samir Karahasanovic durch einen Kopfball von Lukas Rieger die große Möglichkeit zu einem erneuten Treffer, doch der Kirchheimer Schlussmann wehrte das Leder zur Ecke ab (25.). Die beste Chance zum Ausgleich für den VfL Kirchheim vor der Pause hatte Antonio Tunjic. Der VfL-Neuzugang scheiterte an Torwart Lennert Bock (26.). Ansonsten kam der oberligaerfahrene Tunjic im restlichen Spielverlauf zu keiner weiteren Einschussmöglichkeit mehr. "Ich bin maßlos enttäuscht", ärgerte er sich nach dem Spiel.

In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel konnten die Teckstädter froh sein, nicht noch höher in Rückstand geraten zu sein, denn Karahasanovic (38.) als auch Andreas Braunagel (40.) verfehlten ihr Ziel nur ganz knapp. Deshalb konnte Ravensburgs Trainer Michael Wohlfarth mit dem Halbzeitergebnis nicht ganz zufrieden sein: "Wir hätten zur Pause mit zwei oder gar drei Toren in Führung liegen müssen." Vor allem über einen vermeintlichen Foulelfmeter in der 34. Spielminute ärgerte sich der Ravensburger Coach: "Das war ein klares Foul an Baris Yilmaz." Ein Grund für die nicht überzeugende Leistung der Teckstädter sah der mitgereiste verletzte VfL-Abwehrspieler Guido Fuchs hingegen darin: "Wir waren nicht aggressiv genug."

Daran änderte sich im zweiten Durchgang auch nicht viel. Die Partie wurde immer schwächer und es gab auf beiden Seiten kaum noch erwähnenswerte Strafraumszenen. Die einzige gefährliche Aktion in der zweiten Spielhälfte hatte Feriz Meha. Nach einen Freistoß von Christopher Eisenhardt stand der Kirchheimer Stürmer mit dem Rücken zum Tor und verfehlte das Ravensburger Gehäuse mit einem Kopfball nur knapp. (73.). In der Schlussviertelstunde bemühte sich der VfL Kirchheim noch einmal redlich, aber gegen die dichtgestaffelte Ravensburger Abwehr gab es kein Durchkommen mehr.

FC Ravensburg:

Bock Seiler, Schmid, Stars, L. Rieger Vees (90. Hepp), Rössler, J. Rieger, Karahasanovic Yilmaz (80. Veljkovic), Braunagel (68. Toprak).VfL Kirchheim:

Gühring Kutscher, Er, Grimm, Eisenhardt A. Meha, Raspe, Polat, Isci Tunjic, F. Meha (83. Santos-Araujo).Tor:

1:0 Vees (5.).Gelbe Karten:

Bock, Seiler, Toprak, J. Rieger Isci, Polat, F. Meha, Raspe.Schiedsrichter:

Jochen Oelmayer (Untersulmetingen).Zuschauer:

350.