Lokalsport

„Mit dem MTV Stuttgart deutscher Meister werden“

Der 18-jährige Kirchheimer Felix Pohl ist Bundesliga-Turner beim MTV Stuttgart in der zweiten Saison. Soeben hatte er ein echtes Karriere-Highlight – das Direktduell gegen DTL-Superstar Fabian Hambüchen.

Herr Pohl, war es etwas Besonderes für Sie, sich mit einem Turn-Promi wie Reck-Weltmeister und Olympia-Vize Fabian Hambüchen zu duellieren?

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Felix PoHl: Das war es. Man schaut sich die Übung des Gegners in solchen Fällen natürlich immer ganz genau an, um eventuell Dinge für sich selber nutzen zu können.

Ist man nervös, wenn man gegen eine Größe wie Hambüchen turnt?

Pohl: Überhaupt nicht. Das lag aber daran, dass ich zum Zeitpunkt meiner Übungen am Boden und Reck ja nicht wusste, welchen Turner die KTV Obere Lahn gegen mich einsetzen würde. Außerdem bin ich von Haus aus nicht der Typ zum Aufgeregtsein.

In vielen Medien wird Fabian Hambüchen als umgänglich und sympathisch beschrieben – ist er wirklich so?

Pohl: Das kann ich nicht beurteilen, dazu kenne ich ihn zu wenig. Aber sympathisch, das ist er, gewiss. Zumindest dem ersten Eindruck nach.

Ihre Mannschaft hat den Wettkampf gewonnen – Sie haben ihre Einzelduelle verloren. Wie zufrieden waren Sie in Biedenkopf?

Pohl: Ich war sehr zufrieden. Meine Reckübung und der Sprung waren optimal. Mit meiner Darbietung am Boden war ich nicht ganz zufrieden.

Sie sind derzeit in Ihrer zweiten Bundesliga-Saison. Welches Ziel haben Sie sich da persönlich gesetzt?

Pohl: Ich will mit dem MTV Stuttgart deutscher Meister werden. Dazu ist Voraussetzung, dass wir am kommenden Samstag im Heimkampf in der Scharrena den amtierenden Meister TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau besiegen. Klappt das, sind wir praktisch für das DTL-Finale am 22. November in Karlsruhe qualifiziert. Ansonsten will in dieser Saison eigentlich nur eines: ordentlich turnen.