Lokalsport

Mit schweren Beinen zum 2:1

Früh geführt und lange gezittert: Der TSV Jesingen hat das gestrige Heimspiel gegen den TSV RSK Esslingen mit 2:1 (2:0) über die Zeit gerettet.

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Kirchheim. Die Mannschaft des TSV RSK Esslingen muss sich nach dem Spiel wie im falschen Film vorgekommen sein. Die Elf von Trainer Michael Lattacher hatte über weite Strecken des Spiels mehr Spielanteile herausgearbeitet, es jedoch versäumt, diese Überlegenheit in die Tore umzumünzen. Die Gäste agierten im Angriff einfach ohne Durchschlagskraft.

Beim TSV Jesingen war einigen Spielern noch die schwere Donnerstagspartie in Neuffen (1:0) anzumerken, denn nach einer ordentlichen ersten halben Stunde ließen die Gerstenklopfer im Folge merklich nach. Anfangs taten sich die Jesinger recht schwer gegen die auf dem Spielfeld sehr tief stehenden Gäste. Die Esslinger versteckten sich allerdings nicht und versuchten aus einer dichten Abwehr heraus Offensivaktionen zu organisieren. Doch zunächst musste das Lattacher-Team einen Nackenschlag hinnehmen. Mit der ersten gelungenen Aktion gelang dem TSV Jesingen in der 10. Minute der Führungstreffer. Marc Augustin hatte präzise auf Michael Thon gespielt, jener legte die Kugel Alex Grillo auf und jener versenkte das Leder sicher im RSK-Tor. Esslingens Keeper Müller war chancenlos.

Der Treffer war natürlich ganz nach dem Geschmack der Mannschaft von Spielertrainer Marc Kaisner. Die Gastgeber kontrollierten danach das Spiel, ließen die Gäste bis in die eigene Hälfte aufrücken, um nach Balleroberung schnell auf Angriff umzuschalten. Nach 22 Minuten köpfte Heiko Blocher einen Eckball von Alex Grillo zum 2:0 ein. Für die Gäste das Signal, die Schlagzahl zu erhöhen, sie kamen besser ins Spiel, ohne sich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Jesingen hatte noch durch Schweiger und Thon zwei gute Schussmöglichkeiten. Ein Schuss von Marc Kaisner klärten die Gäste zudem erst auf der Linie (40.).

Nach dem Wechsel wurde der ­TSVJ eiskalt erwischt. Sven Seiler musste nach einem Rückpass nur noch den Fuß hinhalten, markierte den Anschlusstreffer. Im direkten Gegenzug traf Michael Thon nur die Latte. Das war dann für lange Zeit die letzte Jesinger Chance. Die Gäste dominierten immer mehr das Spiel, waren aber bis auf wenige Ausnahmen am Strafraum mit ihrem Latein am Ende. Die Jesinger standen in der Defensive gut, befreiten sich allerdings erst in den letzten 20 Spielminuten wieder aus der Umklammerung. So kamen die Hausherren gegen die immer mehr aufrückenden Gäste zu Konterchancen (Thon, Blocher).

Die beste Gelegenheit für Esslingen hatte in der Schlussphase Seiler, der nach einer Flanke von Unsöld aber übers Tor köpfte. So blieb es am Ende beim knappen, aber aufgrund der klareren Torchancen nicht unverdienten Sieg der „Gerstenklopfer“ - sie schoben sich dadurch auf Platz vier vor. uw

TSV Jesingen: Karahoda – M. Augustin, Maier, D. Augustin – Kaisner, Güllü, Blocher (85. Dettinger), Grillo, Schweiger (63. Schröder)– Thon, Müller (46. Wiesenmayer).

TSV RSK Esslingen: Müller - Bauer (86. Grager), Wulff (67. Langer), C. Gauss, Athanassiadis – Häfele (78. Börngen), von Kirchbach, T. Gauss, Seiler - Unsöld, Hanke

Tore: 1:0 (10.) Grillo, 2:0 (22.) Blocher, 2:1 (47.) Seiler

Gelb: Schweiger, Karahoda

Schiedsrichter: Walter Leipert (Aalen).

Zuschauer: 100