Lokalsport

Müller warnt seine Jesinger vor Euphorie

Nach zwei Dritteln der Vorrunde schält sich der TSV Jesingen als das Überraschungs-Team der Fußball- Bezirksliga heraus. Mit einem Sieg beim SV 1845 Esslingen am Sonntag wollen die Jesinger weiter vorne dabeibleiben.

WALTER HALLER

Anzeige

KIRCHHEIM Doch warnt Trainer Klaus Müller vor zu viel Euphorie, wenn er als Vorrunden-Ziel vorgibt, den zweiten Rang nicht aus den Augen zu verlieren. Mit dem Spiel seiner Truppe gegen die Maier-Crew aus Großbettlingen war er zufrieden, warnt jedoch vor jeglicher Überheblichkeit, wenn nun in Esslingen der vierte Sieg in Folge eingefahren werden soll. "Sollte ich Überheblichkkeit im Training bei einzelnen Spielern feststellen, werde ich die Mannschaft ändern, Alternativen sind genügend vorhanden", will Müller knallhart seine Jungs auf ein schweres Spiel beim Aufsteiger aus der Kreismetropole einstellen, der zuletzt mit einem 0:0 beim TSV Neckartailfingen überraschte.

Diese Scharte will der Tabellendritte mit einem Sieg in Geislingen wieder auswetzen und vorne mit dranbleiben. Die Spitze verteidigen will natürlich Ligaprimus Großbettlingen, dem im Heimspiel gegen den in dieser Runde ebenfalls starken SV Göppingen ein weiterer Härtetest bevorsteht.

Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen zeugen vom Aufwärtstrend des TSV Notzingen, dem nun im Heimspiel gegen Zell ein weiterer "Dreier" folgen soll. "Nach verkorkstem Start haben wir nun unsere Stammformation gefunden, die angeblichen Querelen waren aus der Luft gegriffen und die beste Antwort darauf hat die Mannschaft gegeben", analysiert Spielertrainer Stefan Haußmann die Lage optimistisch. Mit dem 1:1 in Boll war er zufrieden: "Wir hätten mit Glück gewinnen, aber nach dem 0:1 auch höher in Rückstand geraten können", blickt er zurück. Zell schätzt er als einen unberechenbaren Gegner ein, der auf keinen Fall unterschätzt werden darf. Haußmann hat personell keine Probleme und will dem zuletzt erfolgreichen Team weiter vertrauen.

Zeller geloben BesserungMit dem 3:1 gegen den TKSV Geislingen konnten die Zeller erstmals einen Heimsieg bejubeln. Dieser Schwung soll nun auch im Notzinger Eichert zum Tragen kommen, wo der Wellinger Axel Maier einen Punkt anpeilt, mit dem er zufrieden wäre. "Wir haben auch in den Spielen zuvor gut gespielt, aber eben nicht gewonnen", blickt der TSG-Coach zurück. Die bisherige Punktausbeute (acht Zähler aus zehn Spielen) bemängelt er jedoch, hat aber Hoffnung auf Verbesserung. "Nach dem Spiel in Notzingen haben wir gegen die ersten Fünf der Tabelle gespielt, danach kommen nur noch Gegner, gegen die wir punkten müssen", hat Maier Hoffnung, sich noch in der Vorrunde von den Abstiegsrängen abzusetzen. "Wir sind gut drauf, alle Spieler sind fit", glaubt er, auch im Eichert nicht chancenlos zu sein.

Nach der Heimniederlage gegen Grötzingen und Neuhausens Sieg gegen Wernau hängt die "Rote Laterne" im Hardtwaldstadion bei der SGEH. Diese soll postwendend wieder an den FV Neuhausen abgegeben werden, den die Älbler im Kellerduell erwarten. Obwohl sie erst vier Punkte auf ihrem Konto haben, ist die SG guter Dinge, noch die Wende zu schaffen. "Bis auf Notzingen und Großbettlingen waren wir in allen bisherigen Spielen das bessere Team", blickt SGEH-Boss Frank Zintgraf auf den Rundenverlauf zurück. "Die Moral ist ungebrochen, auch der Trainingsbesuch zufriedenstellend und am Sonntag können wir zwei starke Mannschaften stellen", kann er berichten, obwohl die Verletztenliste immer noch beträchtlich ist. Zintgraf hofft, dass seine Jungs einmal ein Tor mehr schießen als der Gegner und sie nicht solche Gegentore einfangen wie zuletzt.