Lokalsport

Naberner drücken der TG kräftig die Daumen

Die Warmlaufphase ist vorbei, ab sofort geht's in die Vollen im Titelkampf. Die drei noch in die engere Wahl kommenden Bewerber um die Meisterkrone spielen am Sonntag auf heimischem Geläuf.

KIRCHHEIM Linsenhofen, Nabern oder vielleicht doch Ohmden? Es sieht aktuell ganz danach aus, als ob in einer dieser Gemeinden ab Juni der Kreisliga-B-Meisterwimpel der Saison 2004/2005 zu finden sein wird. In erster Linie ist jetzt Nervenstärke gefragt.

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Als Erster patzte diesbezüglich am vergangenen Sonntag der TSV Ohmden, obwohl es beim 0:0 in Beuren eine ordentliche Vorstellung des Garcia-Teams gab. Die Nullnummer war deshalb etwas zu wenig, weil sowohl Tabellenführer TSV Linsenhofen (nun 34 Punkte) als auch der zählergleiche Verfolger SV Nabern dreifach punkteten. Ausgerechnet der im Titelkampf seit dem vergangenen Sonntag weitgehend desillusionierten TG Kirchheim fällt übermorgen bei ihren Auftritt in Linsenhofen eine wichtige Rolle zu. "Wir haben trotz des 2:5 gegen Nabern immer noch eine Minimalchance auf den Relegationsplatz", erklärt der gesperrte TG-Spielertrainer Costa Giacobbe, "als Vierter haben wir zwar momentan nur 23 Punkte, aber zwei Spiele weniger als das Führungsduo." Giacobbe: "Es wird deshalb eine Alles-oder-Nichts-Partie für uns."

Beim Tabellenzweiten SV Nabern würden sie selbstverständlich einen TG-Husarenstreich im Neuffener Täle gutheißen der Weg an die Spitze wäre für das Team von Michael König frei. Allerdings gibt's Personalprobleme am Fuße der Alb. Mladenko Cadjenovic, am vergangenen Sonntag Doppeltorschütze beim 5:2 gegen die TG Kirchheim, zog sich kurz vor dem Abpfiff eine Leistenverletzung zu. "Die Einsatzchance ist gering", sagt Naberns Abteilungsleiter Rainer Kneile, "ebenso dürfte Markus Helfert wegen Oberschenkelbeschwerden ausfallen." Kneile blickt trotzdem optimistisch in Richtung Saisonfinale. "Der Sieg bei der TG war ein wichtiger Schritt, das stimmt mich für den weiteren Verlauf der Saison positiv, auch für das Match gegen die Notzinger." Für den gegnerischen Pressewart ist der Fall sowieso klar. "Den Titel machen Linsenhofen und Nabern unter sich aus", so der Tipp des Notzingers Jürgen Sommer, "das sind die beiden besten Teams der Liga. Wir sind deshalb gegen Nabern nur Außenseiter."

Auf die Ohmdener, die ein Spiel weniger als das Spitzenduo und aktuell fünf Punkte Rückstand haben, wartet gegen Marsonija Frickenhausen keine leichte Aufgabe. "Wir werden auch im Bergwald unsere Wunschmannschaft aufbieten können", kündigt Marsonija-Multifunktionär Anton Videtic an, "die Jungs haben schon gegen Jesingen II beim 4:3 am vergangenen Sonntag gut gespielt."

Das restliche Ligaprogramm ist auf Grund der tabellarischen Situation kein großer Spannungsbringer. Die Jesinger Reserve (Sechster) trifft auf Schlusslicht TSV Owen, wo Trainer-Wiedereinsteiger Jürgen Kammerer (löste Jürgen Nix ab) beim unglücklichen 2:3 gegen den TSV Schlierbach einen guten Heimeinstand verpasste. Die Bezirksliga-Reserve der SGEH (Drittletzter) empfängt den TSV Beuren (Beginn um 13.15 Uhr). Der TSV Schlierbach muss nach dem gebührend gefeierten Sieg in Owen gegen den Neunten TSV Ötlingen zeigen, ob die "Erfolgswelle" anhält.

rei