Lokalsport

Nach dem DoubleTraum vom Triple

Das Double ist perfekt jetzt träumen sie vom Triple: Nach dem Gewinn des ETTU-Pokals nach zwei knappen Finalspielen gegen Titelverteidiger SV Plüderhausen (2:3, 3:2) dank des besseren Satzverhältnisses können die Tischtennisspieler des TTC Frickenhausen nach den Sternen greifen. Die Freude, dass der TTC nun auch auf europäischer Ebene spitze ist, war riesengroß.

OLAF NÄGELE

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PLÜDERHAUSEN "Ich bin überglücklich", strahlte Frickenhausens Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann nach dem Spiel, "wir können stolz auf das sein, was wir heute erreicht haben." Manager Reuhl konnte ihm da nur zustimmen. "Wir haben immer auf einen Titel gehofft, und es hat nie geklappt. Jetzt haben wir sogar zwei geholt."

Dass es im zweiten Finalspiel letztendlich so knapp werden sollte, damit hatte keiner der Beiden gerechnet. Eine Differenz von zwei Sätzen zugunsten des TTC entschied letztendlich über die Titelvergabe. "Ich hätte nicht gedacht, dass Plüderhausen die starke Leistung aus dem Hinspiel noch einmal wiederholen kann", resümierte der Präsident. "Außerdem sind wir mit einer gesundheitlich stark angeschlagenen Mannschaft angereist. Da hatte ich schon kurz Bauchschmerzen."

Vielleicht auch deshalb, weil Plüderhausens Topspieler Aleksandar Karakasevic einen seiner Spitzentage hatte: "Kara hat perfekt gespielt", lobte Jens Lundquist, der mit Schmerzen in die Partie gegangen war und überraschend hoch mit 0:3 unterlag. Der knappe Vorsprung aus dem Hinspiel begann zu schmelzen.

Bereits in der nächsten Partie wuchs der Vorsprung wieder auf vier Sätze an. Da nahm Ma Wenge eindrucksvoll Revanche für die Niederlage gegen Ferenc Paszy. Der Ungar blieb in dieser Begegnung nur Statist, Ma übernahm von der ersten Minute die Initiative und gewann hoch verdient mit 3:0. Bereits nach der dritten Begegnung stand der europäische Pokalsieger fest: Erneut war es Bojan Tokic, der alles klar machte. Kühle Rechner auf Seiten des Täles-Teams wussten, dass der 3:0-Sieg über Martin Bratanov genügte, um ein uneinholbaren Vorsprung von sieben Sätzen zu erreichen. Der Slowene erfüllte dieses Ziel mit Bravour. Nachdem er überlegen in Führung gegangen war, drehte er im zweiten Satz einen 7:9-Rückstand und war auch in Satz drei von dem belgischen Nationalspieler nicht mehr zu stoppen.

Die beiden verbleibenden Partien waren nur noch Showkampf. Karakasevic setzte bei seinem 3:0-Sieg gegen Ma Wenge noch einmal einen Glanzpunkt, während der Chinese seinen Schulterproblemen Tribut zollte. Und auch Jens Lundquist biss gegen Ferenc Paszy noch einmal vor 800 klatschfreudigen Zuschauern auf die Zähne.

Das Double ist erreicht das "Triple" mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft noch möglich. Der TTC wäre tatsächlich die erste deutsche Tischtennismannschaft, die das erreicht. Wohlhaupter-Hermann sieht Spekulationen darauf noch gelassen: "Träumen darf man vom Triple. Aber wir müssen jetzt erst die Vorrunde überstehen und bis zum Beginn der Play-Offs die Blessuren pflegen." Manager Reuhl teilt seine Meinung: "Wir haben unser Saisonziel jetzt schon übertroffen. Das macht uns zu einem gefährlichen Play-Off-Gegner, denn wir können jetzt befreit aufspielen."