Lokalsport

Nach der Pause von der Rolle

Als Mannschaft für 30 Minuten bestätigten sich wieder einmal die Handballerinnen der SG Lenningen. Im Auswärtsspiel gegen Haslach-Herrenberg-Kuppingen hielt der Verbandsligist in der ersten Halbzeit mit, nahm ein 12:12 in die Kabine und verlor am Ende mit 30:20.

HERRENBERG SG-Trainer Markus Nothwang sah zu Beginn der Partie schnelle Spielzüge seiner Mannschaft aus einer guten Abwehr heraus. Nach zwölf Minuten führte Lenningen bereits mit 6:2. Und es lief bis zur 20. Minute bestens weiter. Die Gäste führten zwischenzeitlich mit 8:4. "Alles sah danach aus, als ob unsere Taktik greifen würde", meinte ein enttäuschter Markus Nothwang nach dem Abpfiff. "In den letzten sechs Minuten waren wir völlig von der Rolle." Zu viele Unkonzentriertheiten und Fehler schlichen sich ins Lenninger Spiel. Der Knackpunkt war jedoch ein direkt verwandelter Freiwurf der Gastgeberinnen zum 12:12-Pausenstand.

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Eher lähmend wirkte sich dann die Pause aus. Völlig von der Rolle erwies sich die SG direkt nach dem Wiederanpfiff. Innerhalb von fünf Minuten sah sich die Mannschaft mit einem Vier-Tore-Rückstand konfrontiert. Auch die enge Deckung für Bettina Müller die beste Werferin im Herrenberger Dress zeigte keine Wirkung. Lenningens Abwehrverhalten wurde zum Spiegelbild vorangegangener Spiele. Zu zögerlich und im Angriff zu überhastet. Lediglich Torhüterin Amelie Butzer bewies mit einigen tollen Paraden und einem gehaltenen Strafwurf Klasse.

döl

SG Lenningen:

Hahn, Butzer; Blocher (5), Schmid (3/1), Timar (3), Sliwka (3), Reichle (2), Dick (2), Emmenegger (1), Baermann (1), Kazmaier, Schoser.