Lokalsport

Nach Testspielflop Erfolgserlebnis?

Am vergangenen Samstag war es fast so weit: Die VfL-Fußballer vor dem Jahresdebüt. Kurz vor der Abfahrt hatte das Spiel bei der SG Sonnenhof-Großaspach aber doch noch abgesagt werden müssen. Am morgigen Samstag soll's keine Enttäuschung mehr geben: Dem Heimspiel gegen den FV Illertissen (ab 15 Uhr) steht nichts mehr im Wege.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Auf welchem Platz an der Jesinger Allee gespielt werden wird, entscheidet sich am Samstag. In VfL-Kreisen geht man aber davon aus, dass nicht auf dem Kunstrasenplatz, sondern auf dem gestern noch gesperrten Stadionrasenplatz gespielt werden kann. Die Stadt Kirchheim ist nämlich bemüht, den Platz mit einer Walz-Aktion bespielbar zu machen.

Was Michael Rentschler besonders freut. "Ich bin froh, dass es endlich wieder los geht", erklärte der VfL-Trainer, der, was die Personalfragen anbelangt, noch mauert: Auf die Namen seiner elf Anfangsanläufer wollte sich Rentschler noch nicht festlegen. "Ich muss erst noch das Abschlusstraining am Freitag abwarten und werde mich kurz vor dem Spiel entscheiden", sagte Rentschler. Deshalb müssen die Fans weiter rätseln, welcher der beiden VfL-Kandidaten gegen Illertissen die Tore verhindern soll: ob Routinier Jürgen Rechner oder Jungkeeper Norman Volber.

Obwohl in den letzten Wochen nicht gerade optimale Verhältnisse auf dem Trainingsgelände vorzufinden waren, war der oberste VfL-Übungsleiter mit der Vorbereitung seiner Truppe zufrieden. Er erwartet einen erfolgreichen Start in die Rückrunde. Illertissen, das mit einer Heimniederlage (1:3 gegen den TSV Schwieberdingen) in die Rückrunde startete, hatte eine durchaus erfolgreiche Vorbereitungsphase: Alle sieben Vorbereitungsspiele wurden gewonnen. Unter anderem gab's ein 3:1 gegen Normannia Gmünd, ein 1:0 gegen den SSV Ulm, und zuletzt einen 4:1-Erfolg gegen den FC Kempten, Tabellenführer der bayerischen Landesliga.

"Was zählt, ist allein das Spiel am Samstag beim VfL Kirchheim", gibt Illertissens Spielleiter Werner Pfeiffer allerdings wenig auf Testspielresultate. Schon gegen den starken Aufsteiger TSV Schwieberdingen hatten sich die Verantwortlichen viel mehr ausgerechnet.

Pfeiffer glaubt, dass die Partie in Kirchheim keinen Deut leichter wird. Erklärtes Ziel ist ein Unentschieden.

Etwas Licht, viel Schatten: So sind die Testspiele des VfL Kirchheim zu betrachten, zumindest die Endresultate. Zum Auftakt gab es einen 4:0-Sieg beim Bezirksligisten TSGV Großbettlingen, danach folgte eine 0:5-Klatsche gegen die A-Junioren des VfB Stuttgart, Bezirksligist FC Uhingen wurde mit 6:1 geschlagen, und beim Landesligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen wurde mit 4:5 verloren. Auch beim TSV Georgii Allianz Stuttgart zogen die Blauen den Kürzeren (2:4). Am Mittwochabend unterlag der VfL im letzten Test dem Landesligisten SV Fellbach dann noch mit 1:2. Das Tor für die Blauen erzielte Christopher Eisenhardt (12.). Damit hat der Verbandsligist in sechs Begegnungen nur zwei Spiele gewonnen.

Eine Negativbilanz, die Michael Rentschler nicht besonders stört. "Ich habe aus allen Spielen meine Erkenntnisse gezogen und sehe die Ergebnisse als zweitrangig an. Was zählt, ist das Auftaktspiel am Samstag gegen den FV Illertissen." Da soll ein "Dreier" her.