Lokalsport

Nachbarnziehen gleich

Äußerst erfolgreich verlief das achte Bundesligawochenende für die Dettinger Segelflieger. Mit Tagesplatz vier und damit verbunden mit einem Sprung auf den siebten Tabellenplatz gelang es den Dettingern zur Kirchheimer Fliegergruppe Wolf Hirth aufzuschließen.

KIRCHHEIM/DETTINGEN Nachdem am Samstag die schlechteren Wetterbedingungen mit schwacher Thermik vorherrschten und einzig Frieder Belz einen nennenswerten Flug vollenden konnte, ruhten die Erwartungen auf dem Sonntag. Trotz der hohen Temperaturen zeigten auf der Alb schon früh die ersten Cumuluswolken die sich entwickelnde Thermik an. Schnell waren sich die Piloten über die Taktik des Tages klar: Man wollte die Strecke, die laut Reglement um bis zu drei Wendepunkte führen kann, innerhalb der zu erwartenden Thermik auf der Alb legen.

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Weiteres Ziel war, einen möglichst langen Schenkel mit Rückenwind einzubauen. Teilweise war die Thermik auf der Alb und an der Donau in Form von so genannten Wolkenstraßen aufgereiht, sodass immer wieder größere Strecken ohne Höhenverlust und zeitraubendes Thermikkreisen geflogen werden konnten. Damit waren die Voraussetzungen für gute Durchschnittsgeschwindigkeiten gegeben. Die geflogenen Distanzen bewegten sich um 300 Kilometer, die erzielten Durchschnittsgeschwindigkeiten lagen bei rund 90 km/h.

Wiederum erfolgreich waren die Kirchheimer Wolf-Hirth-Piloten unterwegs. Mit dem neunten Tagesplatz konnte der siebte Tabellenrang gefestigt werden. Kirchheim liegt somit punktgleich mit Dettingen. Die Piloten Mario Kiessling und Harald Fritz sowie das Doppelsitzerteam Hansi Merath/Abi Kiessling verfolgten eine ähnliche Taktik wie die Dettinger und legten ihre Streckenführung über die Schwäbische Alb. Bei Flügen vom Klippeneck bis nach Neresheim und wieder auf die Hahnweide zurück schnellten die Schnitte bis auf über 93 km/h. Einzig die Piloten aus Königsdorf konnten mit Flügen in die Alpen noch besser aufwarten und verteidigten ihre Tabellenführung mit Schnitten bis über 100 km/h.

th