Lokalsport

Neue Trübsal droht

Fußball-Landesliga: Weilheim gegen Spitzenreiter, VfL Außenseiter in Bargau

Die beiden Landesligisten aus der Teckregion hecheln derzeit wie ein Hund hinter der Wurst dem ersten Punktgewinn hinterher. Ob‘s so bleibt? Anspruchsvolle Aufgaben erwarten den TSV Weilheim und VfL Kirchheim am vierten Spieltag.

Finale SGEH (gelbe Trikots) vs TSV Weilheim (rote Trikots)Ferdi Er
Finale SGEH (gelbe Trikots) vs TSV Weilheim (rote Trikots)Ferdi Er

Weilheim/Kirchheim. Ein falsch gemeldetes Ergebnis sorgte am vergangenen Sonntagabend für große Verwirrung. Die TSG Schnaitheim hatte gegen den SV Ebersbach nicht – wie über die offiziellen Internet-Kanäle zunächst flächendeckend verbreitet – 2:0 gewonnen, sondern vielmehr 0:2 verloren. Für den TSV Weilheim hatte die erste spät verbreitete Ergebniskorrektur angenehme Konsequenzen: Das Team von Trainer Alexander Hübbe ist nicht Tabellenvorletzter und damit direkter Nachbar des Lokalrivalen und Schlusslichts VfL Kirchheim, sondern steht einen Platz besser da als gedacht.

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Ein echter Trost ist die Tatsache, dass die ebenso punktlosen Schnaitheimer nun den vorletzten Platz einnehmen, allerdings nicht. Es bleibt Fakt, dass die Weilheimer aktuell ebenso ohne jeglichen Zähler einen Abstiegsplatz belegen wie die TSG Schnaitheim und der VfL Kirchheim. Dies wäre in dieser Anfangsphase der Punktrunde zwar noch kein Grund für Panikattacken unter der Limburg, doch dass jetzt ausgerechnet der optimal in die Runde gestartete Spitzenreiter SF Dorfmerkingen im Lindachstadion aufkreuzt, macht die Situation nicht leichter. Alexander Hübbe und sein „Co“ Danell Stumpe haben die Woche nach dem 1:2 in Geislingen genutzt, um die Mannschaft aufzurichten. Dies war kein leichtes Unterfangen, denn nach drei denkbar knappen Niederlagen (0:1, 1:2, 1:2) hat das Selbstbewusstsein bei den Spielern des Teckbotenpokal-Siegers nicht unerheblich gelitten. Da das mittelfristige Programm (Heimpartie gegen den TSV Weilimdorf sowie auswärts beim Neuling TSV Köngen) jedoch vielversprechend bezüglich Zuwachs des Punktekontos ist, dürfte der Druck in der Partie gegen Tabellenführer SFD trotzdem nicht zu groß werden.

Mit dem ehemaligen DFB-Pokalteilnehmer (1998) aus dem kleinen Neresheimer Ortsteil Dorfmerkingen rückt jedoch ein Titelfavorit an. Der SFD-Rundenauftakt verlief mit drei Siegen und 11:4 Toren glatt. Besonders die Offensivkraft gilt es einzudämmen, wenn Schiedsrichter Manuel Eggle (Nersingen) am morgigen Samstag um 15.30 Uhr das Match anpfeift.

Während der TSV Weilheim aufgrund der knappen Resultate und der gezeigten Darbietungen Landesliga-Tauglichkeit vermuten lässt, gilt dies für Verbandsliga-Absteiger VfL Kirchheim (noch) nicht. Selbst die wenigen Optimisten an der Jesinger Allee sind überrascht, dass die ersten Partien in neuen Gefilden so desaströs und deutlich endeten. Angesichts von null Punkten, 2:14 Toren und einer personell äußerst angespannten Situation geht der VfL am Sonntag (15 Uhr) als klarer Außenseiter in die Begegnung beim FC Germania Bargau. Die erste Wasserstandsmeldung nach drei Spieltagen zeigt, dass die Bargauer mit einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage solide gestartet sind. Der einzige Dreier resultiert aus der Partie bei der TSG Schnaitheim (3:0) – jenem Gegner also, dem der VfL am 3. August in der zweiten Runde des WFV-Pokals auf heimischem Gelände 2:3 unterlag.

Kirchheims neuer Trainer Erol Sarikoc nimmt die aktuelle Situation mit erstaunlicher Leidensfähigkeit auf. „Als ich die Aufgabe vor wenigen Tagen übernommen habe, wusste ich, dass es sehr schwer wird“, sagt der einstige Juniorentrainer des FC Astoria Walldorf, „aber die Lage beim VfL ist noch problematischer als gedacht“. Sarikoc spielt unter anderem auf die auf allen Ebenen herrschende Personalnot beim einstigen Regionalligisten an. „Doch ich stelle mich dieser Herausforderung“, stellt der Coach klar, „zudem bin ich zuversichtlich, dass wir trotz aller Probleme den Klassenerhalt schaffen können. Ich werde alles dafür tun“

Ganz andere Perspektiven hat der FC Heiningen. Der Vizemeister ist bereits wieder auf Kurs, morgen um 17  Uhr beginnt das Derby beim TSV Bad Boll. Zusätzlicher Reiz: Der Tabellenfünfte (Boll) trifft auf den Tabellenzweiten (Heiningen). Und noch einen Knüller gibt es bereits heute Abend. Sowohl Gastgeber SV Ebersbach als auch Gegner SC Geislingen können im Falle eines Sieges die Tabellenführung der Liga übernehmen und damit die aktuelle Nummer eins, die SF Dorfmerkingen, zumindest vorübergehend ablösen.