Lokalsport

Neues Spiel oder Punkte am grünen Tisch?

KIRCHHEIM Nach dem Spielabbruch im Kreisliga-B-Fußballspiel zwischen dem SV Nabern und dem TSV Weilheim II wegen einer schweren Kopfverletzung von Marco Hiller (SVN) in der 55. Spielminute (wir berichteten), ist ein Wiederholungsspiel naheliegend ganz sicher ist dies nicht. Maßgeblich ist die (noch nicht vorliegende) Stellungnahme des Unparteiischen Aribert Fischer. Danach entscheidet das Sportgericht.

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Der Grad der Zumutbarkeit, "ob man nach den Vorkommnissen noch hätte weiter spielen können oder nicht", ist bei der Urteilsfindung von größter Bedeutung, wie Siegfried Bippus, stellvertretender Sportgerichts-Vorsitzer Neckar/Fils, auf Teckboten-Anfrage erklärte. Marco Hiller, der sich eine Gehirnerschütterung und einen Kieferbruch zugezogen hatte und in das Stuttgarter Katharinenhospital eingeliefert werden musste, ist gestern operiert worden. Ursächlich dafür war eine Verkettung unglücklicher Umstände: Naberns Torhüter hatte bei einer Faustabwehr in Bedrängnis seinen eigenen Mitspieler getroffen. "Überall war Blut und der ganze Kopf von Marco war geschwollen", reflektierte SVN-Pressewart Steffen Hammon die Situation.

"Unsere Mannschaft war danach nicht mehr in der Lage, weiterzuspielen", sagte SVN-Abteilungsleiter Rainer Kneile. Auf SVN-Drängen brach der Schiedsrichter die Partie daraufhin ab. Hingegen hatte der TSV Weilheim zunächst weiterspielen wollen, "aber wir sind nicht gefragt worden", wie TSVW-Interimscoach Martin Koch sagte. Jetzt hat das Sportgericht das Wort. Je nachdem, wie der Schiedsrichter im Spielberichtsbogen die zum Abbruch führende Szene und deren Ausmaße schildert, wird das Spiel entweder neu angesetzt was die derzeit denkbarste Variante ist oder für die Gäste gewertet, die beim Abbruch mit 2:1 geführt hatten.

top/kdl