Lokalsport

Nina Deuschle verfehlt Titelverteidigung nur knapp

Die Turnerinnen des VfL Kirchheim waren bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Essen erfolgreich. Titelverteidigerin Nina Deuschle konnte sich mit dem Gewinn der Silbermedaille im Sechskampf wiederum in der deutschen Spitze behaupten.

ESSEN Ira Graf verpasste als Vierte im Sechskampf der 12-Jährigen nur knapp den dritten Platz und Lavinia Di Coste sicherte sich als Achte noch einen Spitzenplatz bei den 13/14 Jahre alten Mädchen. Nina Deuschle trat im Deutschen Sechskampf der Turnerinnen in der Altersklasse 17/18 Jahre als Titelverteidigerin an. Sie zeigte am Sprung einen sehr hohen Überschlag mit ganzer Schraube, erhielt aber wegen eines Standfehlers eine für sie ungewohnt niedrige Wertung von 9,15 Punkten. Am Stufenbarren erreichte sie zwar mit 9,60 Punkten die höchste Wertung, aber die Abstände zu den wesentlich schwächeren Übungen der Konkurrentinnen waren nur gering.

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Auch am Boden hatte Nina Deuschle mit 9,20 Punkten die beste Wertung. Die Wertungsdifferenzen zu den Schwächeren ließen wiederum zu wünschen übrig. Die VfL-Turnerin ging zwar mit 1,05 Punkten Vorsprung nach den Kürübungen als Beste zu den Leichtathletik-Disziplinen, wusste aber, dass sie es gegen die Leichtathletik-Spezialistinnen schwer haben würde. Die spätere Siegerin, Rebekka Kramer vom TV Rheinbrohl, übertraf sie beim 100-Meter-Lauf schon um 1,70 Punkte und ging damit in Führung. Beim Weitsprung holte Nina Deuschle mit fünf Metern 1,30 Punkte auf und übernahm wieder die Spitze. Einen Sprung, der deutlich über die Fünf-Meter-Marke reichte, hatte sie knapp übertreten. Der Kugelstoßweite von 9,95 Metern durch Rebekka Kramer hatte Nina Deuschle nur 8,03 Meter entgegenzusetzen. Mit einem Rückstand von lediglich 0,15 Punkten bedeutete dies die Silbermedaille.

Ira Graf und Lena Schalow hatten sich zusammen mit 38 anderen 12-jährigen Mädchen für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften qualifiziert. Ira Graf lag nach dem 75-Meter-Lauf (11,29 Sekunden), dem Weitsprung (4,44 Meter) und dem Kugelstoßen (7,13 Meter) im vorderen Feld. Gehandicapt durch eine Zerrung, die sie sich beim Lauf zugezogen hatte, fand sie in den Gerätedisziplinen Sprung und Stufenbarren nicht zu ihren gewohnten Leistungen. Mit der besten Bodenübung ihrer Altersklasse, für die sie 8,70 Punkte erhielt, konnte sie wieder aufholen und ihre Platzierung nach den Leichtathletik-Disziplinen halten. Sie belegte mit nur 0,50 Punkten hinter Daniela Geiger vom TV Ebersbach, die sie bei den württembergischen Meisterschaften geschlagen hatte, den vierten Platz. Lena Schalow erreichte in diesem Wettkampf den 27. Platz.

Lavinia Di Coste trat in Essen als Württembergische Meisterin an. Sie begann ihren Wettkampf mit den jeweils besten Wertungen aller Teilnehmerinnen. 9,20 Punkte für den Sprung über den Sprungtisch und 9,60 Punkte am Stufenbarren. Am Boden reichten ihr 9,25 Punkte, um dann als Beste zur Leichtathletik zu wechseln. Den 75-Meter-Lauf absolvierte sie mit 10,47 Sekunden als Vierte, blieb aber noch mit 0,10 Punkten in Führung. Beim Weitsprung konnte die VfL-Turnerin mit 4,54 Metern den Anschluss an die Spitze weiter halten. Das Kugelstoßen (6,31 Meter) warf sie dann allerdings im Endklassement auf den achten Platz zurück. Die Siegerin des Wettkampfes, Christina Bauer vom TV Günzburg übertraf sie hier mit 10,78 Meter um 4,20 Punkte. Stephanie Haible, die sich auf Grund der Punktzahl als 66. für die deutschen Meisterschaften der 15/16-Jährigen qualifiziert hatte, konnte sich beim Wettkampf auf den 49. Rang verbessern.