Lokalsport

Noch fünf Spielebis zum Traumziel

Nur noch fünf Spiele trennen Tischtennis-Bundesligist TTC Frickenhausen vom großen Saisonziel, dem Vorstoß in die Halbfinals. Am Sonntag steht mit dem TTV Gönnern auswärts ein schwerer Brocken auf dem Programm.

OLAF NÄGELE

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Durch die überzeugenden Leistungen gegen Würzburg und Gräfelfing hat sich das Team um Torben Wosik eine gute Ausgangsposition geschaffen.

Am Sonntag müssen die Frickenhausener zum Boll-Club TTV Gönnern, der sich im Rennen um die Play-off-Plätze ebenfalls noch nicht abgeschrieben hat. Nach elf Spieltagen steht der TTC Frickenhausen endlich dort, wo man ihn schon zu Beginn der Saison vermutet hatte: auf einem der umkämpften Play-off-Plätze, die zur Teilnahme an den Endrundenspielen um die Deutsche Meisterschaft berechtigen. Fünf Mal müssen sie noch antreten, um den Traum perfekt zu machen. Allerdings hat es das Restprogramm in sich: Düsseldorf, Ochsenhausen und Plüderhausen gehören zu den Gegnern, die ebenfalls noch wichtige Punkte sammeln müssen, um im Halbfinale dabei zu sein.

Auch Gegner Gönnern gehört nach wie vor zu den Titelaspiranten. "Wir haben es jetzt selbst in der Hand", sagt Manager Christoph Reuhl, "und müssen uns ganz auf unsere eigene Leistung konzentrieren und unsere Stärken voll ausspielen. Gönnern steht unter weit größerem Erfolgsdruck." In den letzten vier Spielen ging der TTV als Verlierer von der Platte, mit nur elf Zählern liegen die Hessen auf Platz sechs und können sich eigentlich keinen Punktverlust mehr erlauben. Jörg Rosskopf, Gönnerns Nummer 2, sieht es pragmatisch: "Wir müssen einfach nur alle restlichen Spiele gewinnen."

Gegen das Gerücht, dass seine Mannschaft nur noch mit halber Kraft antrete und auf einen Einsatz des Weltranglisten-Vierten Timo Boll verzichte, wehrt er sich entschieden. Darüber könne nachgedacht werden, wenn das Spiel gegen Frickenhausen verloren gehe, meint der 35-Jährige. Sollte der TTC gewinnen, könnte dies in der Tat das vorzeitige Aus für den Boll-Club bedeuten der Abstand zu Rang vier wäre dann fast nicht mehr einzuholen. Allerdings gehört Gönnern nicht zu den Lieblingsgegnern von Wosik und Co.

Schon im Vorrundenspiel, das die Frickenhausener vor eigenem Publikum nach einer 2:0-Führung mit 3:6 verloren, wurde dies deutlich. Vor allem das vordere Paarkreuz wurde zur Achillesferse des TTC: Weder Ma Wenge noch Jens Lundquist konnten sich gegen Boll und Rosskopf durchsetzen. "Wichtig ist, dass wir nicht verlieren, um die Verfolger auf Abstand zu halten. Mit einem Unentschieden könnten wir gut leben", sagt TTC-Präsident Wohlhaupter-Hermann.