Lokalsport

Nordlichter glänzen

Segelflug-Bundesliga: Wetter spielt nicht mit

Keine Chance auf einen Spitzenplatz hatten die beiden Segelflug-Clubs aus der Region beim jüngsten Bundesliga-Durchgang: Das Wetter spielte nicht mit.

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Kirchheim/Dettingen. Die ungleiche Wetterverteilung über Deutschland ließ den im Südwesten beheimateten Vereinen am Wochenende keine Chance auf eine Top-Platzierung in der Segelflug-Bundesliga. Die Vereine aus dem norddeutschen Tiefland konnten dagegen mit weiten und schnellen Flügen punkten und belegten die vorderen Plätze. Dagegenhalten konnten nur die Piloten aus Königsdorf, die in den Alpen noch ein wenig schneller unterwegs waren und den Tagessieg holten.

Wacker schlug sich die Dettinger Mannschaft, die unter diesen Bedingungen den 10. Rundenplatz belegte. Wie am Wochenende zuvor bestimmten feuchte und gewittrige Luftmassen das Geschehen rund um die Alb. Bereits am Samstag gelangen Frieder Belz und der Doppelsitzerbesatzung Günther Jauch/Klaus Buck unter schwachen Bedingungen zwei Flüge, während der ebenfalls gestartete Mark Krohmer schon nach kurzer Zeit bei Zainingen außenlanden musste. Um so ehrgeiziger war dieser dann am Sonntag früh. Doch zunächst machten die angetretenen Piloten lange Gesichter: Eintönig grauer Himmel verhinderte jegliche Sonneneinstrahlung und damit die Thermikbildung. Doch gegen die Mittagszeit riss der Himmel mehr und mehr auf und es bildeten sich die ersten aufwindversprechenden Cumuluswolken auf der Schwäbischen Alb. Nur mithilfe des Flugzeugschlepps konnten diese erreicht werden, direkt am Platz war an ein Wegkommen aus der Winde nicht zu denken.

Mit von der Partie nach dem Start war Volker Weber und wenig später noch Frieder Belz. Zunächst war die Thermik noch etwas schwächlich – und Richtung Westen drohte eine Abschirmung die Thermik wieder zum Erliegen zu bringen. Mark Krohmer und Frieder Belz ließen sich trotzdem nicht beirren und flogen an der Südseite der Abschirmung entlang des Donautals vorsichtig Richtung Westen. Sie wurden durch wieder aufbauende Wolken und stärker werdende Thermik westlich von Zwiefalten belohnt. Weiter ging es nun im schnellen Flug Richtung Geisingen und nach der Wende unter den sich nun immer mehr auftürmenden Wolken wieder zurück. Am Ende konnten sie sich über Durchschnittsgeschwindigkeiten von 83 und 78 km/h freuen.

Deutlich ab fiel dagegen der Flug von Volker Weber mit einer Geschwindigkeit von 63 km/h. Er hatte den Weg Richtung Osten eingeschlagen und traf auf der Ostalb deutlich schwächere Thermik als die beiden Vereinskollegen an; dennoch war es an diesem Wochenende der drittschnellste Flug für Dettingen, der somit für die Bundesliga gewertet wurde. Platz 10 in der Runde und nun Gesamtplatz 15 waren der Lohn für das Warten am Morgen. In der Gesamtwertung führt nach dem Rundensieg vom Wochenende nun Königsdorf vor Hirzenhain und Blaubeuren.

Hahnweid-Meeting verhindert volles Engagement

Die Vorbereitungen auf den am nächsten Freitag beginnenden internationalen Hahnweid-Wettbewerb verhinderten ein allzu großes Engagement der Kirchheimer Piloten bei der dritten Runde der Segelflug-Bundesliga. Einzig am Sonntag startete das Doppelsitzerteam Rauch/Lutz im DuoDiscus zur Jagd nach Punkten. Nach anfänglich zähem Start konnte das Team südlich der Donau doch noch gute Segelflugbedingungen erreichen.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 78,2 km/h war man noch recht passabel unterwegs. Die aufkommende Freude wurde schnell gedämpft. Mit zu viel Zuversicht wurden von Tuttlingen kommend die thermischen Bedingungen in der Albmitte überschätzt und der Flug fand auf dem Flugplatz von Laichingen sein ungeplantes Ende. Tagesplatz 28 war die magere Ausbeute. rr