Lokalsport

Notzingen am Scheideweg

Die Eichert-Elf muss zu Hause gegen den TSV Neckartailfingen punkten

Der Spaß hat ein Ende: Für Fußball-Bezirksligist TSV Notzingen hat die heiße Phase im Kampf um den Klassenerhalt begonnen. Wesentlich entspannter können die Spieler des TSV Jesingen und der SGEH in ihre Partien am kommenden Sonntag angehen.

REIMUND ELBE

Kirchheim. Jesingens Trainer Marc Kaisner lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Trotz einiger Rückschläge in den vergangenen Wochen hat der einstige Teamkollege von Thomas Brdaric zu VfL-Zeiten den begehrten Relegationsplatz für den Aufstieg in die Landesliga noch nicht abgeschrieben. Auch der Name des kommenden Gegners treibt ihm keinen Angstschweiß auf die Stirn. „Schaun wir mal“, sagt Kaisner ganz in „Kaiser“-Manier vor dem sonntäglichen Duell gegen den überragenden Spitzenreiter TSV Boll.

„Realistisch betrachtet sind unsere Chancen auf das Erreichen der Relegation zwar in den vergangenen Wochen gesunken“, betont der Jesinger Trainer, „aber wir haben schon im Hinspiel in Boll bewiesen, dass wir auch gegen diese Mannschaft mithalten können.“ Damals unterlagen die Jungs aus den Lehenäckern durch ein Tor in der Schlussminute mit 0:1. Kaisner: „Nach dem Treffer hatte der Schiri damals erst gar nicht mehr angepfiffen.“ Der Trainer des Tabellenfünften kann nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen. Die jüngste 4:5-Niederlage des an und für sich souveränen Spitzenreiters Boll beim TSV Deizisau belegt, dass auch die Übermannschaft dieser Bezirksligasaison schwache Momente hat.

Die SGEH kann getrost in die Planungen für die kommende Bezirksligarunde einsteigen – falls die Sportgemeinschaft übermorgen ihr Auswärtsmatch bei den Wernauer SF gewinnt. Die Vorzeichen sind gut. Das Team von Antonio Portale und Danell Stumpe ist seit dem 1. Dezember ungeschlagen (1:2 gegen den TSV Boll). „Wir haben in der Winterpause von der Dreierkette auf die Viererkette umgestellt“, so Portale, „die Mannschaft spielt das neue System sehr gut. Wir profitieren bei der System­umstellung natürlich auch davon, dass wir gestandene und erfahrene Spieler wie Markus Nachtmann in der Abwehrreihe haben.“

An den kommenden Gegner haben die SGEH-Verantwortlichen allerdings keine guten Erinnerungen. Beim Auftritt auf der Alb machten die Sportfreunde aus zwei Chancen zwei Tore, schlugen die am Schluss regelrecht konsternierten Kontrahenten mit 2:1. „Der Sieg am Ostersamstag gegen den TSV Notzingen war auf jeden Fall ein Riesenschritt Richtung Klassenerhalt“, erklärt Portale, „aber wir sind trotzdem noch nicht durch.“ Allerdings hat der Tabellensiebte auch noch Perspektiven nach oben: Nur zwei Plätze und drei Punkte vo­raus tummelt sich Lokalrivale TSV Jesingen.

Im Eichert hat das große Zittern begonnen, dem Viertletzten TSV Notzingen droht der Absturz in die Kreisliga A. Für die Heimpartie gegen den TSV Neckartailfingen gibt Trainer Ronald Witt nur eine Devise aus – ein Sieg muss her. Vor allen Dingen auch deshalb, weil der direkt hinter den Notzingern platzierte VfB Neuffen beim desolaten Schlusslicht FC Nürtingen 73 wohl ohne größeren Aufwand drei Punkte holen dürfte. Der TSV Notzingen – zweifellos am Scheideweg.

Der Tabellenvorletzte SV 1845 Esslingen gastiert derweil im innerstädtischen Duell beim TSV RSK. Weitere Partien am 21. Spieltag: Der TSV Raidwangen bekommt es mit dem SC Geislingen zu tun, der abstiegsgefährdete TSV Grötzingen mit dem Tabellenzweiten FV 09 Nürtingen, der SV Ebersbach mit dem TSV Deizisau.

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