Lokalsport

Notzingen vor richtungsweisendem Spiel

Nach der Osterpause mit den Spielen um den Bezirkspokal geht die Fußball-Bezirksliga mit Volldampf in die weitere Rückrunde. Durch die zahlreichen Spielausfälle warten auf die meisten Teams "Englische Wochen."

WALTER HALLER

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KIRCHHEIM Ein hartes Programm hat auch der TSV Notzingen vor sich. Am Sonntag muss die Eichert-Elf zum Tabellennachbarn nach Neuhausen reisen, dann folgen fünf Spiele innerhalb von zwei Wochen, von denen immerhin vier Partien auf eigenem Platz bestritten werden können. "In Neuhausen steht uns ein richtungsweisendes Spiel bevor. Der Verlierer kann seine Hoffnungen auf Platz zwei begraben", ist sich TSVN-Spielertrainer Stefan Haussmann sicher. Einen ähnlichen Spaziergang wie beim 6:0-Sieg in der Vorrunde erwartet Hauss-mann jedenfalls nicht. Beim 3:0-Pokalsieg der Notzinger beim A-Ligisten Eybach war der Trainer nur in der ersten Viertelstunde mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. In Neuhausen erhofft er sich eine Steigerung, um wenigstens einen Punkt als Minimalziel zu erreichen. Allerdings muss Haussmann um einige angeschlagene Spieler bangen, was bei dem großen Kader und der guten Moral in der Truppe nach Meinung des Trainers zu kompensieren ist.

Einen Pflichtsieg erwartet Jesingens Trainer Klaus Müller im Heimspiel gegen den ASV Eislingen. Nach nur einem Sieg und sechs Punkten stehen die Filstäler als erster Absteiger bereits so gut wie fest. Bei den Jesingern wirkt noch die Blamage bei der in letzter Minute erlittenen Pokalniederlage beim B-Ligisten Jahn Göppingen nach. Vor allem von den Spielern, die ansonsten auf ihren Einsatz drängen, war Müller enttäuscht. "Da unsere direkten Konkurrenten alle mit Spielen im Rückstand liegen, stehen wir trotz unseres achten Ranges dicht am Abgrund", zeigt sich der Trainer realistisch. Von seiner Mannschaft erwartet er deshalb eine Trotzreaktion. "Ich will am Sonntag den Willen zum Sieg spüren", sagt Fischer, der um die angeschlagenen Reehten und Blocher bangen muss, während Urlauber Schweiger wieder zur Verfügung steht.

Mit weit größeren Abstiegssorgen gehen Zell und die SGEH in die weitere Rückrunde. Wieder auf den vorletzten Rang zurückgefallen, stehen die Älbler am Sonntag vor dem schweren Gang zum Spitzenreiter Dürnau. Auf dem Papier eine klare Sache, wäre da nicht das Vorrunden-Ergebnis: 3:3 hieß es damals eine faustdicke Überraschung. Mit einem erneuten Remis wäre die SGEH wohl hoch zufrieden, doch daran glauben derzeit nur die größten Optimisten. Immerhin: Auf der Alb bewegt sich etwas. Nachdem Trainer Ralf Friedl zum Jahresende das Handtuch geworfen hatte, folgte ihm kürzlich Abteilungsleiter Jörg Kammerer nach. Das Sagen haben nun Frank Widmar und Achim Schmid, und mit diesem Duo erwacht die Hoffnung, den Abstieg doch noch vermeiden zu können.

Ebenfalls reisen muss der TSG Zell. Nach dem überraschend hohen 5:1-Erfolg gegen Grötzingen, rechnen sich die Schützlinge von Axel Maier nun auch in Wolfschlugen eine Chance aus. Mit dem Sieg gegen Grötzingen haben sie den Anschluss ans dicht gedrängte Mittelfeld geschafft. "Wir haben eine Überlebenschance. Unser Ziel ist, den 13. Platz zu halten", gibt sich Maier zuversichtlich. Ob der 13. Platz zum Klassenerhalt reicht, wird freilich davon abhängen, ob von der Landesliga eine Mannschaft aus dem Bezirk absteigen muss. "Jeder weiß, worum es geht", bescheinigt der Wellinger seinen Jungs eine gesunde Einstellung. Er weiß jedoch auch, dass in Wolf-schlugen nur schwer zu gewinnen ist, und wäre daher mit einem Punkt zufrieden. Den Durchhänger beim 0:2 gegen die SGEH sieht Axel Maier mit dem 5:1-Sieg gegen Grötzingen überwunden und fährt optimistisch zu den "Hexenbannern."