Lokalsport

Notzinger Aufholjagd geht weiter

Am letzten Spieltag vor der Winterpause will der TSV Jesingen seine Spitzenposition in der Fußball-Bezirksliga verteidigen. Lokalrivale TSV Notzingen hat beim Aufsteiger SV 1845 Esslingen noch etwas gutzumachen und SGEH-Trainer Erhard Reinhofer will noch drei Punkte holen.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM "Das wird in Neuhausen ein gefährliches Spiel für uns", ist sich Jesingens Trainer Klaus Müller sicher, dass die erforderlichen drei Punkte dort nicht so einfach zu holen sein werden. Der FVN hat nach einem schlechten Saisonstart den Anschluss ans Mittelfeld wieder hergestellt und in den letzten acht Begegnungen nur zwei Mal verloren. Müller warnt, diesen Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, will mit seiner Mannschaft aber unbedingt auf dem ersten Tabellenplatz überwintern und denkt ans kommende Jahr: "Da haben wir dann die beste Ausgangsposition." Einen echten Favoriten auf den Landesliga-Aufstieg sieht der TSVJ-Coach indes noch nicht: "Die fünf erstplatzierten Mannschaften haben alle dieselben Chancen."

Wo könnte die Eichert-Elf in der Tabelle stehen, wenn die ersten drei Saisonspiele (1:3 in Großbettlingen, 3:4 gegen SV Esslingen, 1:2 beim TKSV Geislingen) nicht verloren gegangen wären? Das fragen sich derzeit viele Notzinger Fans. Mittlerweile hat sich die Elf um Spielertrainer Stefan Haußmann gefestigt und in den letzten 13 Spielen eine imponierende Punktausbeute erreicht. Von 39 möglichen Zählern haben die Notzinger deren 31 geholt und sich damit vom letzten (!) auf den fünften Tabellenplatz vorgearbeitet. Der Abstand zu Spitzenreiter TSV Jesingen beträgt nur noch vier Punkte, und Haußmann ist optimistisch ("wir holen beim SV Esslingen drei Punkte"). Nach der unnötigen 3:4-Hinspielniederlage hat der TSVN noch etwas gutzumachen. "Ich bin froh, dass wir noch in diesem Jahr die Chance bekommen, diesen Fehler wieder auszubügeln."

Vor einer recht schweren Aufgabe steht Schlusslicht SGEH beim SV Göppingen. Alles andere als eine Niederlage käme einer Überraschung gleich. Doch in der klaren Außenseiterrolle sieht SGEH-Trainer Erhard Reinhofer die Chance für seine Mannschaft: "Ich hoffe, dass uns die Göppinger vielleicht unterschätzen." Seit seinem Amtsantritt gab es noch keinen Sieg für sein Team. Mit nur acht Zählern steht die SGEH seit sieben Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz der Klassenerhalt rückt langsam weiter weg. Minimalziel der SGEH jetzt in diesem Jahr: Aus den Spielen in Göppingen und im Nachholspiel gegen den TSV Neckartailfingen (17. 12.) mindestens drei Punkte zu holen.

Nach der dritten Saisonniederlage will sich Ex-Spitzenreiter TSGV Großbettlingen mit einem Heimsieg gegen den TSV Wolfschlugen in die Winterpause verabschieden. "Dieses Unterfangen wird nicht einfach werden", weiß Trainer Claus Maier: "Ein Lokalderby hat bekanntlich eigene Gesetze." Seit dem 4. September hat der TSV Grafenberg kein Spiel mehr gewonnen. Im Heimspiel gegen die Wernauer SF soll diese Negativserie beendet werden. Der TSV Neckartailfingen kann sich mit einem Heimsieg über den FV 09 Nürtingen im vorderen Tabellendrittel festsetzen. Gleiches gilt für den punktgleichen Tabellennachbarn TSV Grötzingen, der sich mit einem "Dreier" gegen Aufsteiger TKSV Geislingen im oberen Tabellendrittel etablieren könnte.