Lokalsport

Notzinger Not immer größer

6:2-Derbytriumph für den TSV Jesingen

Ein interessantes und torreiches Lokalderby sahen die Zuschauer gestern in den ­Lehenäckern. Am Ende siegte der TSV Jesingen verdient 6:2 (1:0) über den Tabellenletzten TSV Notzingen.

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Kirchheim. Der TSV Jesingen befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Der Derbyerfolg war bereits der dritte Sieg in Folge. Dass die Oster-Truppe dem Lokalrivalen TSV Notzingen gleich ein halbes Dutzend Tore einschenkt, war allerdings lange Zeit nicht zu erwarten, zumal die Gäste vor allem in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile hatten.

Die Partie begann recht flott und die Notzinger spielten zielstrebig und schnell nach vorne. Die Gastgeber versuchten zunächst Ruhe ins eigene Spiel zu bringen, was aber nicht wirklich gelang. Daher war es für den TSV Jesingen ein Glücksfall, dass gleich der erste ernst zu nehmende Angriff in ein Tor umgemünzt wurde. Angreifer Timo Spielvogel spielte uneigennützig auf Michael Panknin, der zur Führung einschoss (5.). Die Gäste zeigten sich davon wenig beeindruckt, diktierten weiter das Spiel, tauchten dabei aber zunächst nur selten gefährlich am und im Jesinger Strafraum auf. Und wenn, hielt sich die Gefahr in Grenzen: Ein Flachschuss von Abrantes war leichte Beute für Karahoda (18.). Der TSVJ konnte sich nur selten aus der Notzinger Umklammerung befreien, zumal das Team von Neu-Trainer Erwin Glaunsinger nochmals den Druck erhöhte. So musste bei einem Freistoß, getreten von Ingo Schäfer (26.), Jesingens Torhüter Karahoda ebenso sein Können aufbieten wie bei Gencs fulminanten 30-Meter-Schuss (36.).

Die größte Chance zum Ausgleich vergab Mario Mettang, als er aus kurzer Distanz am Tor vorbei schoss (39.). Die Jesinger Halbzeitführung – schmeichelhaft.

Eine Minute nach Wiederbeginn erhöhte Alex Grillo mit einem Heber auf 2:0. Notzingen kam danach etwas außer Tritt, was die „Gerstenklopfer“ nutzten. Nach einer Flanke von Grillo erzielte Panknin per Kopf das 3:0 (57.). Die Eichert-Elf gab nicht auf und kam nach einem Eckball durch Mettang zum 1:3 (67.). Doch im Gegenzug stellte der erst vier Minuten im Spiel weilende Michael Thon den alten Abstand wieder her. Erneut war es Mario Mettang, der einen Jesinger Abwehrfehler zum 2:4 nutzen konnte. Die Jesinger zeigten plötzlich Nerven. Einen Schuss des eingewechselten Elvis Luik fischte Karahoda gerade noch aus dem Toreck. Es roch förmlich nach dem dritten Notzinger Treffer, doch auf die Jesinger Stürmer war Verlass. Nach einem langen Pass umkurvte Timo Spielvogel Notzingens Keeper Habram und erzielte das 5:2 (84.). Eine Minute später ein ähnliches Bild: Spielvogel sprintete am Notzinger Keper vorbei, in der Mitte musste Sturmkollege Michael Thon nur noch den Fuß hinzuhalten und erzielte so das 6:2.

Aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit geht der Jesinger Sieg in Ordnung, wenngleich er (auch nach Meinung der Einheimischen) um zwei Tore zu hoch ausfiel. uw

TSV Jesingen: Karahoda – Schröder, Wiesenmayer, Maier, Filios – Blocher (46. Kühnel), Grillo, Tolunay (46. Dettinger), Schweiger – Spielvogel, Panknin (64. Thon)

TSV Notzingen: Habram – Birgler, Ruff (54. Uhlig), Hanselka, Giehl – Genc, Mettang, Deuschle, I. Schäfer (67. Luik) – F. Schäfer, Abrantes (46. Schwarz)

Tore: 1:0 (5.) Panknin, 2:0 (46.) Grillo, 3:0 (57.) Panknin, 3:1 (67.) Mettang, 4:1 (68.) Thon, 4:2 (76.) Mettang, 5:2 (84.) Spielvogel, 6:2 (85.) Thon

Gelb: Filios - Mettang, Hanselka

Schiedsrichter: Timo Lämmle (Rommelshausen).

Zuschauer: 200.