Lokalsport

Notzinger wittern Chance gegen Ligaprimus

Selten haben die hiesigen Fußballer der einsetzenden Schneeschmelze mit größerer Freude zugeschaut - einem kompletten Bezirksliga-Spieltag steht somit am kommenden Sonntag (fast) nichts mehr im Wege.

KIRCHHEIM Einzig bei der SGEH laufen die Verantwortlichen noch mit Sorgenmienen übers Sportgelände. "Am Montag hatten wir hier noch 40 Zentimeter Schnee auf dem Platz. Mittlerweile ist es eine Mischung aus Eis, Matsch, Schlamm und Wasser", klagt Abteilungsleiter Jörg Kammerer. "Ich sehe nur eine geringe Chance, dass das Spiel gegen den TSV Wolfschlugen stattfinden kann", verdeutlicht der SGEH-Verantwortliche, "erst muss der Platz trocken werden, sonst machen wir ihn völlig kaputt."

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Viel besser sieht es im Notzinger Eichert aus. Dank eisfreiem Kunstrasen steht dem Topspiel gegen den vom Weilheimer Alexander Hübbe trainierten Spitzenreiter GSV Dürnau nichts im Wege. "In der Vorrunde haben wir erst in der Nachspielzeit 2:3 verloren", sinniert TSVN-Trainer Stefan Haussmann, "was beweist, dass wir gegen ein solch starkes Team prinzipiell mithalten können." An die vergangenen Wochen erinnert sich Haussmann dagegen mit Grausen ("ein Training mit Ball war bei diesen winterlichen Bedingungen kaum möglich"), tröstet sich freilich damit, dass "schließlich alle Mannschaften aus dem Rhythmus gekommen sind."

So auch der bisher noch ungeschlagene Überflieger GSV vielleicht die Chance für den Tabellensechsten aus Notzingen, der mit aktuell 26 Zählern 15 Punkte hinter dem Ersten liegt.

Der Tabellenachte TSV Jesingen durfte die Übungseinheiten schon im Punktspielbetrieb umsetzen: Das 1:1 gegen den SV Göppingen am vergangenen Sonntag sorgte auf Grund des späten Gegentores der Gäste aber nicht gerade für Frohsinn in den Lehenäckern. Jesingens Trainer Klaus Müller ärgert sich zwar noch etwas ("ein Auftaktsieg wäre perfekt gewesen"), blickt jedoch bereits dem Auswärtsmatch in Uhingen entgegen. Das Hinspiel gewannen die Jesinger locker 4:1. An ein ähnliches Resultat mag Müller diesmal noch nicht glauben: "Ein Unentschieden wäre nicht schlecht."

Grünes Licht von SchorstädtDer gegnerische Trainer, Jürgen Schorstädt, gehörte zu den Beobachtern der Partie zwischen dem TSVJ und dem SVG. Sein Urteil: "Der Punkt für die Göppinger war verdient, in der zweiten Halbzeit waren sie die klar bessere Mannschaft." Angst scheint Schorstädt ("wenn wir Jesingen schlagen, ziehen wir mit ihnen punktemäßig gleich") also nicht vor dem kommenden Gegner zu haben. Grünes Licht für die Partie wird es wohl auf jeden Fall geben. "Der Platz ist zwar tief, aber er verträgt einiges", so Schorstädts Entwarnung.

Auch in Zell wird die Kugel nach der aus meteorologischen Gründen verlängerten Winterpause wieder rollen. "Es sieht immer besser aus, täglich sehen wir mehr Grün auf dem Platz", bilanzierte TSG-Trainer Axel Maier die Platzbesichtigungen während der Woche. Gegen den TSV Neckartailfingen wünscht sich der Wellinger natürlich einen Heimerfolg der für den Drittletzten auch dringend vonnöten wäre. Trotz des "überraschenden" (Maier) Wechsels von Angreifer Mirko Bruschat zurück zum A-Ligisten TSV Holzmaden, ist sich der Zeller Übungsleiter sicher, dass der Verlust des Torjägers kompensiert werden kann.

"Roland Schumacher ist topfit und mit Sven Reeß von den SF Jebenhausen haben wir einen hoffnungsvollen Offensivspieler dazubekommen", erklärt Maier.

rei