Lokalsport

Nummer eins im "Ländle" gesucht

Kurze Erholungsphase für den TTC Frickenhausen: Nach dem 6:1-Sieg gegen Werder Bremen am Sonntag, gastieren bereits heute Abend die TTF Ochsenhausen im Neuffener Tal.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Nach der Pflicht folgt nun die Kür. Vorgestern wurde der TTC Frickenhausen seiner Favoritenrolle gegen Aufsteiger SV Werder Bremen vollauf gerecht: Mit einem ungefährdeten 6:1-Sieg festigte das Täles-Team seine gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-off-Plätze. Doch bereits heute (19 Uhr 30, Sporthalle auf dem Berg) steht eine neue Herausforderung auf dem Programm. Die TTF Liebherr Ochsenhausen, bisher ebenfalls ungeschlagen, reisen zum Derby an.

Wer ist die Nummer eins im Schwabenland? Nicht nur diese Frage wird das Spitzenspiel der Tischtennis-Bundesliga bewegen, sondern auch: Welche Mannschaft kann ihre Erfolgsserie weiter ausbauen? Mit dem TTC Frickenhausen und den Tischtennisfreunden aus Ochsenhausen stehen sich die zwei Mannschaften gegenüber, die in dieser Saison noch nicht verloren haben. Die Oberschwaben mussten lediglich gegen Rekordmeister Düsseldorf einen Punkt abgeben, konnten sonst jedoch alle Spiele gewinnen. Und das nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der europäischen Königsklasse, der Champions-League.

TTC-Trainer Qiu weiß um die Stärke des Teams des neuen TTF-Coaches Anders Johansson, das sich auch am Sonntag gegen Würzburg in einer guten Form präsentierte. Bei dem 6:3-Arbeitssieg über die Franken überzeugten vor allem Adrian Crisan und Dimitrij Mazunov, die sich in den Einzeln als unschlagbar erwiesen. Und dann gibt es noch den Taiwanesen Chih-Yuan Chuang, der in der vergangenen Saison beide Frickenhausener Spitzen in arge Nöte brachte, sich in diesem Jahr aber bereits viermal geschlagen geben musste.

Die Prognose von Qiu fällt daher dezent optimistisch aus: "Ochsenhausen ist in den Doppeln stärker geworden, das wird sehr schwer. Und auch am vorderen Paarkreuz stehen die Chancen 50:50. Aber hinten sind wir klar besser." Zumal der Einsatz von Fedor Kuzmin fraglich ist, der bereits in Würzburg wegen einer Erkältung fehlte. Trainer Johansson bringt dies nicht aus dem Konzept: "Wir haben eine Mannschaft mit fünf sehr starken Spielern."

Dennoch hat der TTF-Coach großen Respekt vor den Gastgebern: "Frickenhausen ist neben Düsseldorf die beste Mannschaft der Bundesliga. Da haben wir letzte Saison zwei Mal schlecht ausgesehen, auch dieses Mal wird es eine ganz, ganz schwere Aufgabe." Manager Reuhl freut sich auf die Begegnung mit seinem Ex-Club: "Das wird ein Spitzenspiel, mit allem was dazu gehört. Und wir werden mit allen Kräften daran arbeiten, um unsere Serie weiter auszubauen."