Lokalsport

Nur Baumbach und Koblenz stärker

Nach dem ersten Wettkampftag in der 2. Bundesliga im Kunstturnen liegt die Mannschaft des VfL Kirchheim noch vor dem Dresdner SC auf dem dritten Platz.

KOBLENZ Nachdem Daniela Flaig kurzfristig abgesagt hatte, musste die VfL-Mannschaft mit nur sieben statt der acht zum Wettkampf zugelassenen Turnerinnen nachKoblenz fahren. Die Aktivierung einer Ersatzturnerin war nicht mehr möglich. Umso entschlossener gingen die Kirchheimerinnen in den Wettkampf.

Anzeige

Ekaterina Minich und Carolin Riethmüller, die über das Mannschaftsstartrecht schon in der Saison 2003 für den VfL Kirchheim gestartet waren, begannen am Boden mit guten Übungen und legten 7,55 beziehungsweise 7,40 Punkte vor. Dass der Boden eines der stärksten Geräte der VfL-Mannschaft ist, bewies auch Youngster Dorothee Henzler, die für ihre ausdrucksstarke und schwierige Bodenübung 7,70 Punkte erhielt. Tatjana Würslin und Nina Leikov überboten mit sauberen, technisch anspruchsvollen Übungen diese Leistung noch und sorgten mit 7,80 und 7,90 Punkten für das beste Ergebnis der sechs gestarteten Mannschaften.

Auch am zweiten Gerät, dem Sprung, war die VfL-Mannschaft um Trainer Dr. Herbert Leikov mit ihrer Leistung hoch zufrieden. Nina Deuschle (7,90) und Magdalena Heffner (8,00) zeigten gute Überschläge mit Salto vorwärts gehockt. Dorothee Henzler erhielt für ihren Tsukahara, einer Radwende mit Salto rückwärts gehockt, 7,85 Punkte. Nina Leikov trug mit ihrem Sprung zum sehr guten Geräteergebnis von 32,45 Punkten bei. Sie erhielt für ihren hohen Überschlag mit Salto vorwärts gebückt in den sicheren Stand die Tageshöchstnote von 8,70 Punkten.

Nach zwei Geräten lagen die Kirchheimerinnen verheißungsvoll auf dem ersten Platz vor dem KTZ Koblenz und dem TV Baumbach.

Doch nun musste die VfL-Mannschaft an ihr schwächstes Gerät, den Stufenbarren. Keine der Turnerinnen konnte den Kampfrichterinnen ihre Übung fehlerfrei präsentieren. Zu viele Stürze an diesem Gerät erbrachten ein mittelmäßiges Geräteergebnis von nur 23,35 Punkten. Tatjana Würslin erhielt mit 6,30 Punkten die beste VfL-Wertung. Mit dem vierten Platz am Stufenbarren mussten die VfL-Mädchen die Führung an den TV Baumbach und das KTZ Kob-lenz abgeben.

Nicht viel besser ging es am letzten Gerät des Wettkampfes, dem Schwebebalken. Aber hier hatten auch die anderen Mannschaften Probleme. Tatjana Würslin musste gleich am Angang, einem Salto vorwärts auf das 1,20 m hohe und nur 10 cm breite Gerät, einen Absteiger hinnehmen, turnte dann aber sicher durch. Ekaterina Minich blieb als einzige VfL-Turnerin ohne Sturz und erhielt 7,05 Punkte. Dorothee Henzler turnte zwar die eindeutig schwierigste Übung der Konkurrenz, mußte aber der Schwierigkeit Tribut zollen, das Gerät drei Mal verlassen und mit 6,10 Punkten zufrieden sein. Carolin Riethmüller beherrschte ihre Schwierigkeiten, bis auf einen Fehler beim Flick-Flack, Salto rückwärts und hatte mit 7,50 Punkten die dritthöchste Wertung aller Teilnehmerinnen.

Damit konnten die Kirchheimerinnen ihren Platz nach dem Barrenturnen halten und belegten im Endklassement mit 114,25 Punkten den dritten Platz hinter TV Baumbach (117,35) und KTZ Koblenz (116,05). Eifrigste VfL-Punktesammlerin war Tatjana Würslin. In der Einzelwertung rangierte sie auf Platz 5.

asa