Lokalsport

Nur das Ergebnis stimmt zufrieden

In der ersten Bezirkspokalrunde quälte sich die SG Lenningen zu einem mühsamen 22:20 (13:11)-Sieg über den Bezirksligisten TSV Denkendorf. Für SG-Trainer Bruno Rieke, der noch in der vergangenen Saison in Denkendorf auf der Trainerbank saß, war klar: "Die waren hoch motiviert gegen uns und wollten es mir zeigen".

DENKENDORF Fakt war: Lenningen fand nicht ins Spiel. Zu statisch, vor allen Dingen zu langsam war der Verbandsligist in der Vorwärtsbewegung. Anders die Losert-Sieben: Mit einem schnellen Pass-Pass-Spiel setzten sie der SG-Abwehr mächtig zu und sahen sich in der 6. Minute 3:1 in Front. Zum Verdruss der zahlreichen SG-Anhänger entwickelte sich das Schiedsrichtergespann mehr und mehr zum Vorteil für die Heimmannschaft, was sich in etlichen Strafwürfen (Abwehr im Kreis) ausdrückte. Da war in der Tat auch die SG-Abwehrreihe verunsichert. Die Spielfeld-Kennzeichnung, unter anderem mit Radballfeldern, irritierte die Gäste häufig.

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TSV-Spielmacher Michael Radenic forcierte geschickt das Angriffsspiel und trat vornehmlich auf der halblinken Angriffsseite als Vollstrecker auf. Lenningen konnte sich nach knappen Führungen 5:4/11.,10:9/20. nicht absetzen. Zu oft blieb der Ball im Angriff hängen oder es wurde ein überhasteter Abschluss gesucht. Die SG-Tore, bei denen sich vor allem Christoph Wiesinger und Jan Lamparter auszeichnen konnten, entsprangen Einzelaktionen. Einmal, ganz kurz in der 28. Minute, flackerte das gewohnte Lenninger Tempospiel auf, als Sven Lamparter mit einem weiten Torabwurf Wiesinger bediente und dieser zum 12:11 traf. Noch in der gleichen Minute schraubte sich Wiesinger vor der Kreismitte hoch und jagte die Kugel ins Toreck zum 13:11-Halbzeitstand.

Auch nach dem Wechsel gelang es der SG nicht, ihr Angriffsspiel zu kultivieren. Die Denkendorfer Abwehr rückte auf und störte erfolgreich den Ballführenden. Das Spiel ohne Ball fand bei der SG nicht statt. Zu viele Aussetzer ließen den TSV immer wieder in Ballbesitz kommen und verhinderten, dass sich Lenningen absetzen konnte. Hätte in der zweiten Hälfte Torhüter Jörg Tombrägel nicht mehrmals prächtig reagiert, wäre das Spiel vermutlich gekippt. Beim 18:17 in der 49. und 19:18 in der 53. Minute, war für die Gäste Zittern angesagt. Einem Befreiungsschlag gleich kam das 19:19 und kurz darauf das 20:19 durch Steffen Kazmaier wenige Minuten vor Schluss. Mit Wiesinger und Kirschmann legten noch zwei weitere Werfer zum 22:20-Endstand nach.

Lenningen war durch. Spielerisch blieb es bei Magerkost. Zu sehr standen Einzelaktionen im Vordergrund. Für die Gegner istdie SGL derzeit im Angriff zu leicht auszurechnen.

döl

SG Lenningen:

S. Lamparter, Tombrägel Wiesinger (6/1), Kazmaier (5/2), Braunwarth (3), J. Lamparter (3), Baumann (2), Kirschmann (1), Renz, Rudolph, Schwohl, Stief. Zuschauer:

50Schiedsrichter:

Haas/Hald, Stuttgart/Filderstadt.