Lokalsport

Nur Ma enttäuscht

Der Deutsche Tischtennismeister TTC Frickenhausen hat seine Play-off-Chancen mit einem 6:3 in Plüderhausen gewahrt. Am Freitag schied der TTC im Viertelfinale der Champions-League aus im schwäbischen Derby zeigte sich die Mannschaft von Frickenhausens Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann schon wieder gefestigt.

KLAUS TEICHMANN

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PLÜDERHAUSEN "Der SV Plüderhausen hat in dieser Runde schon gute Ergebnisse erzielt, die muss man erst einmal schlagen", betonte Rolf Wohlhaupter-Hermann vor dem Spiel. Der Gast aus dem Neuffener Tal untermauerte seine Ambitionen in Plüderhausen bereits in den beiden Auftaktdoppeln. Gegen den SVP-Publikumsliebling Aleksandar Karakasevic und Magnus Molin gelang Ma Wenge und Patrick Baum gleich ein weichenstellender 3:1-Sieg. Besonders Baum zeigte sich nach seinem Bundesranglistensieg vor Wochenfrist in Gerlingen mit enormem Selbstvertrauen.

Bojan Tokic und Bastian Steger gaben ihr Doppel anschließend überraschend gegen Robert Svensson und Zsolt Pete mit 1:3 ab. Es ist wie verhext: Seit Jahren ist der ehemalige Mannschafts-Weltmeister Ma Wenge einer der besten Akteure der gesamten Liga. Gegen Plüderhausen will es jedoch regelmäßig mit dem Erfolg nicht so recht klappen. Auch gegen den Schweden Svensson gab Ma sein Einzel ab. Plüderhausens "schlampiges Genie" Aleksandar Karakasevic biss sich dann jedoch an Tokic die Zähne aus. Mit 2:1-Sätzen führte Karakasevic bereits, doch Frickenhausens Slowene zeigte einmal mehr sein Kämpferherz. Mit jeweils 12:10 bog er gleich zwei Durchgänge noch nervenstark zum 3:2-Gesamtsieg um.

Der abstiegsbedrohte Gastgeber aus dem Remstal hatte im hinteren Paarkreuz gegen die Meisterschützlinge von TTC-Coach Jian Xin Qiu dann wenig zu bestellen. Der junge Ungar Pete war gegen TTC-Youngster Patrick Baum chancenlos. Auch der deutsche Nationalspieler Bastian Steger, der erst beim Champions-League-Aus am Freitag im Viertelfinal-Rückspiel in Charleroi nach langer Verletzungspause in die Mannschaft zurückgekehrt war, zeigte sich in ansprechender Verfassung: Bei zwei Sätzen musste er gegen den Schweden Molin zwar in die Verlängerung, doch dann war Stegers 3:0-Sieg perfekt. Ma Wenges Angstgegner Karakasevic erwies sich hingegen auch am Sonntag beim 0:3 als unbezwingbar für Frickenhausens Routinier. Tokic zeigte sich bei seinem zweiten Einzelsieg gegen Svensson dagegen in prächtiger Form. Beim 3:0 trumpfte er wie ein echter Spitzenspieler auf. Der Siegpunkt blieb dann Bastian Steger vorbehalten: Beim 3:0 gegen den Nachwuchsspieler Pete ließ Frickenhausens Rückkehrer keine Zweifel aufkommen.

"Ma ist momentan spielerisch einfach nicht in bester Verfassung", meinte TTC-Präsident Wohlhaupter-Hermann hinterher. TTC-Manager Christoph Reuhl blickt bereits voraus: "Das war ein gutes Spiel, wir sind zufrieden. Jetzt müssen wir in Bremen gewinnen, dann stehen wir ganz gut da."

SV Plüderhausen TTC Frickenhausen 3:6:

Karakasevic/Molin Ma Wenge/Baum 1:3 (10:12, 2:11, 11:6, 8:11), Svensson/Pete Steger/Tokic 3:1 (11:7, 9:11, 11:8, 12:10), Karakasevic Tokic 2:3 (9:11, 11:7, 11:8, 10:12, 10:12), Svensson Ma 3:1 (11:8, 11:6, 10:12, 12:10), Pete Baum 0:3 (9:11, 8:11, 2:11), Molin Steger 0:3 (10:12, 12:14, 8:11), Karakasevic Ma 3:0 (14:12, 11:9, 11:8), Svensson Tokic 0:3 (8:11, 5:11, 9:11), Pete Steger 0:3 (10:12, 9:11, 9:11).