Lokalsport

Nur zehn gute Minuten

Auch Lenningens zweiter Remstal-Ausflug binnen zwei Wochen endete mit einem Negativerlebnis. Nach der Niederlage beim VfL Waiblingen II hat das Tälesteam auch im Waiblinger Stadtteil beim SSV Hohenacker 25:33 (13:16) verloren.

WAIBLINGEN Konnten die Gäste bis zur 20. Minute noch überzeugen, so verloren sie in der restlichen Spielzeit völlig den Faden. Co-Trainer Markus Schlenk brachte es auf den Punkt: "Wir haben uns fast völlig aufgegeben." Was war geschehen? Hatte Lenningen in der ersten Hälfte den SSV-Rückraum noch einigermaßen im Griff, so setzte sich dieser ab der 20. Minute immer häufiger bei den Eins-gegen-Eins-Situationen durch. Auch Cheftrainer Holger Kiedaisch musste feststellen: "Der SSV war einfach individuell besser." Vor allem Moritz Fischer, Oliver Schmitt und Markus Fritz brachten sich mit einfachen Wechseln in Rückraumpositionen, um dann aus der Distanz einzuwerfen. Dabei lag beim Abschluss-Briefing am Freitagabend der "Steckbrief" des SSV-Trios vor. Oder war da schon im Voraus eine Blockade bei der SG, als es hieß, in der Halle bestünde Harzverbot? Sicherlich kein Vorteil für die kleberfreudigen Gäste.

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Lenningens beste Phase drängte sich zwischen der zehnten und 20. Minute zusammen: "Da haben wir gute Angriffsaktivitäten entwickelt", beschrieb Kiedaisch das kurze Sturm- und Drangintermezzo. Dann konnten die mittlerweile konditionell "pumpenden" Lenninger die körperlich starken SSV-Angreifer nicht mehr halten. Der 12:9-Vorsprung (18.) schmolz zusammen. Beim 12:12 (21.) durch Fritz verloren die Gäste völlig die Übersicht. Auch eine Auszeit brachte keine Besserung. Fritz setzte in Folge noch drei weitere Tore ins SG-Netz. Lenningen war geschockt und die Hausherren drehten die Partie und gingen mit einem 16:13-Vorsprung in die Kabine.

Vom Schock aus der ersten Halbzeit, als der SSV sechs Tore in Folge warf, konnte sich Lenningen nicht mehr erholen. Mit ihrem simplen, aber effektiven Rückraumspiel hatte Hohenacker die SG im Griff und konnte auch noch einige erfolgreiche Konter starten. Ricki Austen, Daniel Brugger und Jens Kirschmann gelang es zuweilen, einige Tore einzustreuen, aber spätestens nach dem 28:21 (48.) war klar, wer als Sieger die Halle verlassen würde. Das letzte Spiel des Jahres gegen den TV Stetten dürfte richtungsweisend werden.

döl

SSV Hohenacker: Schmalzried, Stukowski Fischer (9/2), Fritz (7), Schmitt (5), Gendig (4), Mayer (4), Rudolf (3), Fröschle (1), Ebert, Federhofer, Holzapfel, Lange, Widholm.SG Lenningen: Attinger, Born Austen (5), Brugger (5), Renz (4/3), Kazmaier (3/2), Kirschmann (3), Wiesinger (3/1), Lamparter (2), Braunwarth, Haid, Schmohl.