Lokalsport

Nur zwei Klassen fliegen

Aus fünf mach zwei: Am gestrigen dritten Tag des Hahnweidwettbewerbs gingen witterungsbedingt nur die Piloten der beiden Qualifikationsklassen (15 m und 18 m) in die Luft. In den Gesamtwertungen aller Klassen liegen die Lokalmatadore der Fliegergruppe Wolf Hirth aussichtsreich auf Vorderplätzen.

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Kirchheim. Merke: Wetter ist nicht gleich Wetter. Was der Spaziergänger gemeinhin als gutes Wetter bezeichnet, muss aus Segelfliegersicht nicht automatisch für Freudensprünge sorgen. Am gestrigen dritten Wertungstag waren die Wetterprognosen relativ gut zu deuten: Morgens gut, mittags eher schlecht. Das war auch der Grund, weshalb nur zwei der fünf Wettbewerbsklassen zu Wertungsflügen starteten. Hintergrund: Für die veranstaltende Fliegergruppe Wolf Hirth ist Pflicht, dass die Piloten Vorrang haben, die in den Qualifikationsklassen starten. Bis auf die Piloten der 15-m- und 18-m-Klasse mussten alle am Boden bleiben. Immerhin: die „nichtfliegenden“ Piloten konnten so gleich beim morgendlichen Pilotenbriefing für eine alternative Freizeitgestaltung sorgen.

Sportleiter Marc Puskeiler und die eigens gewählten Pilotensprecher hatten sich Aufgaben einfallen lassen, die nicht nur fliegerisches Können, sondern auch taktische Fähigkeiten voraussetzten. Die 15-m-Klasse hatte zwischen 103 und 278 Kilometer zu bewältigen, in der 18-m-Klasse waren zwischen 101 und 257 Kilometer zurückzulegen. Es gab jeweils zwei Wendepunkte, die mit Koordinaten angegeben sind. Aufgabe der Piloten ist, unter Berücksichtigung verändernder Windstärken und Richtungen in einem Radius von 20 Kilometern um die vorgegebenen Koordinaten eine möglichst hohe Streckenfluggeschwindigkeit zu erzielen und frühestens nach 90 Minuten über die Ziellinie an der Hahnweide zu fliegen. Die endgültigen Auswertungen aller Flüge war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet.

Am Sonntag hatte es meist nur Platzwechsel unter den Vortagessiegern gegeben. Zahlreiche Vorderplätze wurden von lokalen Piloten belegt. In der Gesamtwertung der 15-m-Klasse liegt mit dem ehemaligen Weltmeister Christopher Ruch (Frankreich) einer der Top-Favoriten in Führung. Ihm dicht auf den Fersen ist allerdings ein Duo der Fliegergruppe Wolf Hirth: Tilo Holighaus und Mario Kießling belegen die Plätze zwei und drei. In der 18-m-Klasse wird Youngster Patrik Puskeiler (20) seiner Favoritenstellung bislang ebenfalls vollauf gerecht.

Sein Bruder Marc Puskeiler als Sportleiter des Wettbewerbs ist zusammen mit dem Organisationsteam mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Dies kann sich am Maifeiertag noch steigern, wenn die Fliegergruppe ab 11 Uhr zum sogenannten Fliegerhock einlädt. Für das leibliche Wohl ist ganztägig gesorgt. pb

Schaubilder zu den Flugaufgaben, Wertungen und Wissenswertes um den Wettbewerb sind im Internet unter www.wettbewerb.wolf-hirth.de zu finden.