Lokalsport

Nutzt Schlierbach Außenseiterrolle?

Allzu oft standen die Fußballer des TSV Schlierbach in dieser Saison noch nicht im Blickpunkt. Morgen wird dies grundlegend anders sein.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Der Tabellenletzte Schlierbach fordert den Spitzenreiter TSV Linsenhofen heraus. Rein statistisch gesehen ein ungleiches Duell. Allein schon, was die Offensivkraft der Teams verspricht. Während die Gäste mit 64 Toren den besten Angriff der Liga und mit Carlo Greco den zweiterfolgreichsten Stürmer in der Kreisliga B6 haben, sieht die Torerfolgsbilanz der Schlierbacher schon etwas bescheidener aus.

Weniger Treffer als der TSVS (14) hat nur noch die Bezirksliga-Reserve der SGEH zu Wege gebracht (12). So gewinnt eine Fußballphrase von Bedeutung, deren Verwendung bei den Diskussionsrunden des deutschen Sport-Fernsehens sofort für eine Spende ins "Phrasenschweinchen" zur Folge hätte: "Der Außenseiter hat nichts zu verlieren." Ganz richtig ist das allerdings nicht bei einer zu hohen Niederlage würden die Schlierbacher sicher belächelt werden. Das kann das Team von Alex Häring mit einer defensiv-orientierten Taktik vielleicht verhindern.

Der Tabellenzweite, SV Nabern, läuft gegen die SGEH II kaum Gefahr, an Boden im Titelkampf zu verlieren. Zum einen ist die "Stimmung in der Mannschaft und im Umfeld hervorragend", wie Naberns Abteilungsleiter Rainer Kneile betont, zum anderen bewies der SVN beim jüngsten 5:2 gegen den TSV Notzingen II weiter konstant gute Form. Die mit den Linsenhofenern punktgleichen Naberner (37 Zähler) haben jedoch die weitaus schlechtere Tordifferenz. Zwölf Treffer Unterschied sind eine beträchtliche Differenz, die der SVN bis zum Saisonende nur noch schwerlich aufholen kann.

Beim Spiel zwischen der TG Kirchheim und dem TSV Notzingen II fehlt seit dem vergangenen Spieltag jegliche Brisanz: Beide Teams sind nach hohen Niederlagen wohl endgültig aus dem Titelrennen ausgeschieden. So stecken sich beide Clubs weniger hohe Ziele. Morgen geht es erstmal darum, ob die Turngemeinde Platz sechs gegen den punktgleichen Siebten TSVN (beide 23 Zähler) verteidigen kann.

Zum "Club der Enttäuschten" gehört neben den beiden letztgenannten Teams aus lokaler Sicht zweifellos auch der TSV Ötlingen, auch wenn am vergangenen Wochenende ein 5:1 in Schlierbach gelang. Gewinnt der TSVÖ bei Marsonija Frickenhausen, rückt für den aktuell Achten sogar Platz vier wieder in Reichweite.

Dort hat sich aktuell der TSV Jesingen II festgesetzt, der morgen in den "Tunnelort" nach Beuren zum TSVB muss.