Lokalsport

Obacht vor Beinsteller Balingen

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Spannender könnte die Ausgangslage sechs Spieltage vor Schluss kaum sein. Der VfL Kirchheim führt mit drei Punkten Vorsprung die Tabelle an und hat gegenüber dem schärfsten Konkurrenten, TSV Schwieberdingen, das bessere Torverhältnis.

Umso bitterer wiegt da der verletzungsbedingte Ausfall des Kapitäns: Für den am Rücken lädierten Mario Grimm eine echte Geduldsprobe: "Es ist das Schlimmste, das einem Fußballer überhaupt passieren kann, in einer solch entscheidenden Phase nicht dabei zu sein." Trotzdem ist er zuversichtlich: "Ich bin täglich beim Arzt, mache Fortschritte und hoffe im Heimspiel gegen Ludwigsburg wieder mit dabei zu sein." An eine baldige Genesung knüpft der 27-Jährige selbst große Erwartungen: "Wenn ich die restlichen fünf Spiele mit dabei sein kann, werden wir auch Erster und steigen auf."

In Sachen Titel könnte am Ende das Torverhältnis den Ausschlag geben da sieht Grimm den TSV Schwieberdingen im Vorteil: "Die haben einfach den besseren Sturm." Deshalb wäre es wichtig, wenn der VfL am 19. Mai mit einem Punktepolster zum Spitzenspiel nach Schwieberdingen fahren könnte.

Die morgige Aufgabe bei der TSG Balingen wird nicht einfach: Die Gastgeber haben zu Hause erst ein Spiel verloren. Am 18. November vergangenen Jahres gab es eine 0:1-Niederlage gegen den FV Ravensburg. Im letzten Heimspiel besiegten die Balinger völlig überraschend den TSV Schwieberdingen mit 1:0. "Die haben eine äußerst schwache Vorstellung geboten", relativiert TSG-Coach Karsten Maier den Coup. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Maier, der für ein weiteres Jahr seinen Vertrag verlängert hat, zufrieden: "Wir hatten zu Beginn der Saison Schwierigkeiten, haben aber seither eine tolle Rückrunde gespielt." Mit dem verletzten Goalgetter Tobias Göbel und dem rot-gesperrten Nico Willig muss Maier auf zwei Leistungsträger verzichten. Dennoch hofft der TSG-Coach, dem Tabellenführer Paroli bieten zu können. "Wir haben gegen den VfL noch einiges gutzumachen."

In blendender Form befindet sich momentan der Kirchheimer Angreifer Feriz Meha. Der 22-Jährige hat mit zehn Toren die bisher meisten Treffer für die Teckstädter erzielt. Gerade in den letzten Spielen hat Meha gezeigt, wie wichtig er für die "Blauen" geworden ist. "Seit mir der Trainer das Vertrauen schenkt, spiele ich noch besser", sieht er mit einen Grund für seinen Leistungsaufschwung. Schade findet es der Kirchheimer Goalgetter, dass sein Sturmpartner Antonio Tunjic sich so schwer verletzt hat: "Mit Toni habe ich mich seit ich in Kirchheim spiele am besten verstanden." Dennoch rechnet Meha fest mit dem Aufstieg in die Oberliga: "Wenn es nicht klappen sollte, würde ich mich schon ärgern."