Lokalsport

Ötlinger bestechen im Stechen

"Es soll niemand sagen, dass Schießsport nicht begeistern kann", so die Meinung aller Beteiligten des Bundesligakrimis in Heidelberg. Nach dem entscheidenden Punktgewinn beim 4:1-Sieg gegen den SV Heidelberg können die Luftpistolenschützen des TSV Ötlingen durchatmen die Teilnahme an der Relegation ist gesichert.

HEIDELBERG Michael Waibel konnte gegen die stark auftretende Heidelbergerin Claudia Verdicchio von Anfang an nicht mithalten und rannte einem Sechs-Punkte-Rückstand nach zwanzig Schuss hinterher. Verdicchio vergrößerte bis zum Ende des Wettkampfs den Vorsprung auf zwölf Ringe und siegte überzeugend mit 378:366 Ringen. Achim Rieger konnte seinem Gegner Westphalen von Beginn an Paroli bieten. Nach der Hälfte der 40-Schuss-Distanz führte er mit drei Ringen. Auch wenn der Heidelberger noch versuchte, die Wende herbeizuführen, so konnte er Rieger, der mit 96 Ringen ausschoss, den 371:363-Sieg nie streitig machen. Schwieriger war es für Jörg Kobarg, der gegen Riedl seinen knappen Vorsprung zu verteidigen hatte. Nach zwanzig Schuss führte Kobarg nur mit einem Ring. So wechselte die Führung in dieser Paarung ständig. Zum Schluss behielt der Ötlinger aber mit 362:359 die Oberhand und sicherte einen weiteren wichtigen Einzelpunkt.

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Stefan Scharpf und sein Gegner Wetzler lieferten sich ein ebenso spannendes Duell. Wetzler lag nach dreißig Schuss mit fünf Ringen in Front. Der schnell schießende Scharpf beendete den Wettkampf dann als Erster mit 96 Ringen und wartete gespannt, was sein Kontrahent noch mit seinen verbleibenden zehn Schuss erreichen würde. Wetzler schaffte nur 91 Ringe, was beim Gleichstand von 371:371 das notwendige Stechen bedeutete.

Yusuf Dikec begann gegen die Nummer eins der Heidelberger, Daniel Barner, mit 97 Ringen im ersten Durchgang, ließ 95 Ringe folgen und lag nach der Hälfte der Distanz mit einem Ring in Führung. Ständig wechselte bei diesen beiden Top-Schützen die Führung. Nachdem Dikec seinen Wettkampf mit 381 Ringen beendete, warteten sowohl die Heidelberger als auch die Ötlinger auf die Attacke von Barner. Mit einer "Zehn" im letzten Schuss hätte er die Ötlinger Träume begraben können. Es wurde nur eine "Neun" zum 381:381-Gleichstand auch hier ging es ins Stechen. Noch führten die Ötlinger mit 2:1.

Bereits das erste Stechen konnte über Abstieg oder Relegation entscheiden. Scharpf und Wetzler traten zum ersten Schuss an. Bei beiden viel die "Zehn". Mit dem zweiten Schuss landete der Ötlinger die ersehnte zweite "Zehn". Wetzlers Schuss landete in der Scheibe im Bereich der "Neun", Ötlingen führte 3:1. Was machte Dikec? Ruhig und konzentriert bereiteten er und Barner sich auf die entscheidenden Treffer vor. Nach dem Kommando "Drei, Zwei, Eins, Start" schoss Dikec zuerst. Zehn Ringe, Barner folgt mit ebenfalls einer "Zehn". Das gleiche wiederholte sich beim zweiten Schuss. Erst der dritte brachte die Erlösung für die Ötlinger: Zehn Ringe für Dikec, neun Ringe für Barner die Entscheidung war gefallen.

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