Lokalsport

Ötlinger Schützen bleiben erstklassig

Mit einer großartigen Leistung hat sich die Luftpistolenmannschaft des TSV Ötlingen den direkten Verbleib in der Bundesliga Gruppe Süd gesichert. Gegen die SG Ulrichshögl gelang in der Sporthalle Mitte der so wichtige 3:2-Erfolg, der den Rübholz-Schützen den Gang in die Relegation erspart.

KIRCHHEIM "Wir sind natürlich glücklich und froh über diesen Sieg. Uns ist die Tortur der Relegationswettkämpfe gottseidank erspart geblieben", freute sich TSVÖ-Abteilungsleiter Joachim Poppek nach dem alles entscheidenden Sieg.

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In der Begegnung gegen die Gäste aus Ulrichshögl konnten die Ötlinger Schützen um Trainer Dieter Decker in der Sporthalle Mitte den erhofften, aber nicht unbedingt sicheren Sieg landen. Borys Graytser musste mit dem amerikanischen Nationalmannschaftsschützen Daryl Szarenski an Position eins die Kräfte messen. Gleich in der ersten Serie legte er 95 Ringe vor und führte mit zwei Ringen. Der Ulrichshögler holte in den nächsten Serien auf und zog nach 30 Schuss mit Graytser gleich. Die sehr gute dritte 97er-Serie von Graytser sicherte ihm den 380:376-Sieg und Ötlingen den ersten Einzelpunkt.

Auch Daniel Barner bewies mit einer guten Leistung gegen Tobias Steinberger wiederum, warum er derzeit die Nummer zwei der Ötlinger ist. Auch wenn er in der zweiten Serie "nur" 91 Ringe erzielte, hielt er den Bayern auf Distanz und siegte am Ende mit einem Ring Vorsprung mit 373:372. Markus Geipel auf Position drei für Ötlingen, musste gegen Jan-Erik Aeply schießen. Geipel begann stark mit 96 Ringen. Dennoch lag Aeply nach der Hälfte der Partie mit zwei Ringen in Führung. Nach der dritten Serie hatte er seinen Vorsprung um einen weiteren Ring ausgebaut. Eine gute und schnell geschossene letzte Serie des Ötlingers mit 93 Ringen brachte den Ulrichshögler in Bedrängnis. Nach dem Geipel seinen Wettkampf mit guten 375 Ringen beendet hatte, musste Aeply nachziehen. Mit nur 89 Ringen verlor er seinen Vorsprung und diesen Wettkampf mit 374:375 Ringen spontaner Jubel bei den Ötlinger Anhängern und Schützen.

Herbert Rieke, zum ersten Mal für Ötlingen in dieser Saison eingesetzt, konnte gegen die Ulrichshögler Schützin Regina Altbauer nicht mithalten. Mit 375 Ringen behielt sie die Oberhand. Rieke schoss 350 Ringe.

Eng ging es auch in der Begegnung auf Position vier zu. Achim Rieger lag gegen Sandra Schönmetzler zur Hälfte der Partie mit einem Ring in Führung. Nach 30 Schuss führte Schönmetzler bereits mit einem Ring Vorsprung. Diesen gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab und gewann knapp mit 376:375. Dennoch war dieser zweite Einzelpunkt für die Schützen aus Ulrichshögl zu wenig, um sich den sechsten Tabellenplatz zu erhalten.

Damit war sicher, dass Ulrichshögl in die Relegation muss und die Ötlinger einen sicheren Platz in der nächsten Saison in der höchsten deutschen Schützenliga haben. Für die Ötlinger Schützen ist es dann die elfte Saison ununterbrochener Zugehörigkeit zur Bundesliga. "Jetzt können wir uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Natürlich müssen wir uns Gedanken zu allen Bereichen unseres Bundesligaschießens machen, um in Zukunft solche Situationen vermeiden zu können", sagte Joachim Poppek.

Im zweiten Wettkampf vergab die SGi Waldenburg die Chance, Meister in der Liga Süd zu werden. Mit 1:4 verloren sie gegen die stark auftretenden Kelheimer. Durch den 4:1-Sieg des ESV Weil am Rhein gegen die Fürther Schützen in Hilpoltstein, sicherten sich die Weiler den diesjährigen Ligatitel. Hilpoltstein verlor gegen Ludwigsburg mit ebenfalls 1:4. Damit stehen der Absteiger Hilpoltstein sowie die Teilnehmer an den Endkämpfen zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft fest. Nach Paderborn fahren im Februar die Mannschaften aus Weil, Waldenburg, Ludwigsburg und Fürth.

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