Lokalsport

Ötlinger wollen Prügel wegstecken

Verfolgerduell gegen den TV Unterlenningen

So schnell kann es im Fußball gehen: Über Ostern noch Tabellenführer, könnte sich die spielfreie Kirchheimer Ober­ligareserve am Sonntagabend in der Kreisliga B mit vier Punkten Rückstand auf Primus Jesingen II wiederfinden. Dem Spitzenreiter dürfte Unterboihingens zweite Garde wohl kaum Schwierigkeiten bereiten, auch wenn sich der TVU zuletzt verbessert zeigte.

klaus schorr

Kirchheim. Dass sich das Spitzenduo nach dem eindrucksvollen 9:0 des VfL über Ötlingen noch die Butter vom Brot nehmen lässt, ist kaum anzunehmen. So rückt dieses Wochenende der Kampf um Platz drei in den Mittelpunkt. Dabei trifft der Tabellendritte TSV Ötlingen auf den Vierten TV Unterlenningen. Beide Teams ließen am Sonntag die Punkte, zudem ist das Hinspiel noch in den Köpfen als Unterlenningens Keeper Thomas Hohler nach einer Notbremse früh Rot sah, die Ötlinger das Match aber dennoch mit 1:2 abgaben. Ötlingens neuer Trainer Dirk Heinemann zum sonntäglichen Schlager: „Dieses 1:2 tut immer noch weh. Nach der deftigen Klatsche in Kirchheim erwarte ich eine Trotzreaktion von der Mannschaft.“ Bis auf Nico Fäustel sind die Ötlinger wieder komplett.

In Unterlenningen hingegen erinnert man sich verständlicherweise gern ans Hinspiel und hofft auf ein „ähnliches Wunder“. Unterlenningens Abteilungsleiter Otto Albas: „Man wird sehen, was rauskommt, aber Wiedergutmachung nach der Pleite gegen Holzmaden ist angesagt. Wir müssen uns steigern und das Toreschießen nicht nur auf unseren Spielertrainer Marc Mayer beschränken, auch wenn dies am Sonntag schwer wird, denn Oliver Dümmel ist noch ziemlich angeschlagen.“

Brisanz steckt auch in der Partie der beiden A2-Absteiger Holzmaden und Nabern. Während bei den „Sauriern“ der Umbruch schon zügig vo­ranschreitet und sich jetzt auch in den Ergebnissen niederschlägt, liegt dies auf dem Oberen Wasen augenscheinlich noch in weiter Ferne, denn dort hat Karl-Heinz Toparkus mit einem Mini-Kader zu kämpfen. Der scheint zumindest ausbaufähig, ansonsten hätte der SVN-Coach wohl kaum vorzeitig verlängert. „Die Jungs spielen gut, beherrschen das Spiel zumeist, doch sie treffen halt zu selten“, sagt der Trainer. „Wir haben eine gute Jugendarbeit und müssen in dieser Saison eben Lehrgeld zahlen.“

Holzmadens Peter Waimer meint: „Wir sind gut drauf, es macht wieder richtig Spaß hier. Wir sind selbstbewusst genug, einen „Dreier“ einzufahren, auch wenn wir Nabern keineswegs unterschätzen werden.“ Das darf auch die zweite Garde der SF Dettingen beim Gang unter den Reußenstein zum TV Neidlingen II nicht, will sie im Kampf um den dritten Rang noch mitmischen. Auch die TG Kirchheim schielt wieder nach oben und hat einen Sieg gegen das ersatzgeschwächte Reuderner Schlusslicht schon mal eingeplant. Boden gutmachen heißt es auch für die restlichen vier Teams in den Partien TSV Schlierbach gegen SGEH II und TSV Owen gegen TSV Weilheim II.

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