Lokalsport

Ötlinger ziehen Kopf aus der Schlinge

Die Luftpistolen-Schützen des TSV Ötlingen haben sich im erwarteten Herzschlag-Finale gegen den SV Heidelberg die Chancen auf den Verbleib in der Bundesliga gewahrt. Mit einem 4:1 gegen den Tabellen-Vorletzten holten sich die Schützen aus dem Rübholz den rettenden Punkt für die Relegation.

BERND KÖBLE

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HEIDELBERG In buchstäblich letzter Minute haben die Ötlinger Schützen nach dem Rettungsring gegriffen. Mit dem 4:1-Erfolg am Samstagabend gegen den Aufsteiger aus der Universitätsstadt erreichte die Mannschaft des TSV Ötlingen exakt jenes Ergebnis, das sie brauchte, um vor den Relegations-Wettkämpfen am 29. Januar in Pforzheim alle Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Die bis Samstag noch punktlosen Ötlinger liegen nun gleichauf mit dem SV Heidelberg, der jedoch aufgrund der schlechteren Einzelbilanz als direkter Absteiger in die Regionalliga feststeht.

Die mitgereisten Fans erlebten einen wahren Krimi, der mehr Spannung bot, als das Ergebnis vermuten ließe. Beim Stand von 2:1 nach dem Vorkampf, musste in den Paarungen eins und drei jeweils ein Stechen entscheiden. Den rettenden vierten Punkt für sein Team errang Ötlingens Top-Schütze Yusuf Dikec. Abteilungsleiter Joachim Poppek zeigte sich nach dem Kampf erleichtert: "Das war ganz eng. Jetzt können wir etwas entspannter nach Pforzheim blicken." Für die Ötlinger ein Erfolg, der doppelt zählt, weil nun eintritt, was beim Deutschen Schützenbund viele wohl gerne vermieden hätten: Mit der zweiten Mannschaft des TSV, die derzeit die Tabelle in der Regionalliga Südwest anführt, kämpfen nun zwei Rübholz-Teams um einen Platz in der Bundesliga. "Mit dem SV Heidelberg ist der härteste Brocken für die Relegation nun bereits aus dem Rennen", sagt Poppek, der nun hofft, dass der Verband dem TSV nicht noch in letzter Minute ein Bein stellt. "Beim DSB tut man sich zur Stunde noch etwas schwer", meint Poppek, der sich an einen ähnlichen Fall vor Jahren in der Gruppe Nord erinnert. Auch damals wurden beide Teams für die Wettkämpfe zugelassen. Beim DSB jedenfalls studiert man derzeit mit Feuereifer die Liga-Ordnung. Mal sehen, was dabei heraus kommt.