Lokalsport

Ötlinger zittern sich zum DM-Finale

Luftpistole-Bundesliga: Trotz zweier Niederlagen lösen die TSVÖ-Schützen das Ticket zu den Finalwettkämpfen im Februar

Trotz zweier Niederlagen am letzten Bundesliga-Wettkampfwochenende fahren die Ötlinger Luftpistolenschützen als Tabellenvierter zu den Wettkämpfen um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters am 7. und 8. Februar nach Rotenburg an der Fulda.

Fürth. Nach einer 2:3-Niederlage gegen die HSG München am Samstag wollten die Ötlinger am Sonntag mit einem Sieg gegen die SGi Waldenburg die Fahrkarte zur DM lösen. Das klappte nicht wie vorgesehen, mit 1:4 verloren die TSVÖ-Pistoleros auch diese Begegnung. Nur mit viel Glück und der Schützenhilfe der Ludwigsburger, die gegen Weil am Rhein mit 3:2 gewannen, ebnete sich der Weg nach Rotenburg.

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In Fürth begannen die Ötlinger verheißungsvoll den Wettkampf gegen die Münchner, die mit der Bulgarin Antoaneta Boneva eine Weltklasseschützin gegen Asgeir Sigurgeirsson aufgestellt hatten. In diesem Duell konnte der Ötlinger seinen von Beginn an knappen Vorsprung bis ins Ziel retten (380:379). Dagegen lief Pat­rik Lengerer gegen Arben Kucana immer einem Rückstand hinterher, musste dem Münchener beim 379:381 den Sieg überlassen. Zwischen Achim Rieger und Tobias Heider entwickelte sich eine spannende Begegnung, in der der Ötlinger bereits nach zwei Serien mit drei Ringen in Führung ging. Heider konterte in der dritten Serie, konnte aber dennoch den knappen 371:370-Sieg von Rieger nicht verhindern.

Der erstmalig nach langer Zeit wieder in der Bundesliga eingesetzte Stefan Scharpf hatte gegen die Weltklasseschützin Dorjsuren Munkhbayar einen schweren Stand. Obwohl er nach 20 Schuss mit vier Ringen führte, musste er sich nach den letzten zwei Serien der Münchenerin mit 370:372 beugen. In seinen ersten beiden Serien schien Jörg Kobarg gegen Rene Potteck nicht den richtigen Weg zum Sieg zu finden. Zehn Ringe betrug der Vorsprung des Müncheners zu diesem Zeitpunkt. Kobarg konnte auch durch eine gute letzte Serie den deutlichen 379:367-Sieg und damit den dritten Zähler für die HSG München nicht verhindern.

Die Begegnung gegen die SGi Waldenburg am Sonntag sollte dann den entscheidenden Sieg bringen. Hier zeigten aber die Schützen der Waldenburger allerdings ihre ganze Klasse. Obwohl Asgeir Sigurgeirsson nur knapp mit 387:388 gegen den portugiesischen Weltklasseschützen Joao Costa verlor, bestand zu diesem Zeitpunkt noch Hoffnung auf einen Sieg. Achim Rieger begann gegen Philipp Käfer mit 98 Ringen, legte aber nur 91  Ringe nach, sodass Käfer am Ende mit 378:374 den zweiten Punkt für Waldenburg holte.

Stefan Scharpf hatte gegen Andreas Heise genauso wie Torben Engel gegen den Zwillingsbruder Michael Heise keine Chance. Die Waldenburger gewannen ihre Partien klar mit 381:371 und 378:366. Patrik Lengerer, auf Position zwei für Ötlingen aufgestellt, hielt sich tapfer gegen Abdullah Ustaoglu, auch wenn dieser nach der Hälfte der 40-Schuss-Distanz mit drei Ringen führte. Lengerer glich am Ende noch zum 381:381 aus.

Der für Ötlingen über die Finalteilnahme entscheidende letzte Einzelpunkt stand zur Disposition, weil sich in der Parallelveranstaltung in Ludwigsburg eine Weiler Niederlage abzeichnete – sollte Weil verlieren, benötigte Ötlingen diesen Punkt gegen München. Im ersten Stechschuss legten beide Schützen eine Neun vor. Ein zweiter Stechschuss war notwendig. Als erstes erschien für Lengerer die Zehn auf der Anzeige. Der Waldenburger schoss nur eine Neun.

Damit war zwar die 1:4-Niederlage besiegelt, brachte aber die Ötlinger Mannschaft doch noch zu den Finalwettkämpfen in Rotenburg. Hier treffen sie in der ersten Begegnung am 8.  Februar auf Nordmeister Braunschweiger SG.ww