Lokalsport

Ohmden am Abgrund

Den TSV rettet nur noch ein Sieg am Neckar

In der Kreisliga A2 deutet alles auf das große Kirchheimer Finale am 30. Mai hin, wenn sich der VfL II und die Catania zum Showdown treffen. Zuvor jedoch haben die beiden Stadtrivalen noch Hausaufgaben zu erledigen – Primus VfL trifft auf Dettingen, die Catania muss nach Oberboihingen. Den TSV Ohmden hingegen rettet nur noch ein Sieg gegen Aufsteiger Neckartailfingen II.

Kirchheim. Über den Aufwind des VfL in der Oberliga freut man sich auch bei der Reserve. Je besser die Lage in der „Ersten“, desto besser die personellen Alternativen von Detlef Pflüger, dem Trainer der zweiten Mannschaft. „Ich kann mich mit Thomas Stumpp absprechen, wer bei uns spielen kann“, meint er vor dem Duell mit den Sportfreunden aus Dettingen. Dort scheint man es nach der berauschenden Rückrundenserie auslaufen zu lassen. Ein Aufwärtstrend ist seit dem 0:8-Debakel in Neuffen zwar erkennbar, doch der letzte Biss fehlt. Dettingens Coach Heiko Blumauer betont: „Wir werden meinem Kumpel Detlef Pflüger nichts schenken.“ Blumauer sieht sein Team zuletzt unter Wert geschlagen: „Wir haben gegen die Catania ein Superspiel geboten und viel Pech gehabt.“

Mit dem sicheren Relegationsplatz in der Tasche, will auch die Catania ihre Erfolgsserie in Oberboihingen fortsetzen. „Drei Punkte, dann haben wir zwei Wochen später ein schönes Endspiel gegen den VfL“, meint ACC-Spielertrainer Cesare d‘Agostino. Der TSV Oberboihingen hat sich den Klassenerhalt mit einem bärenstarken Schlussspurt und einem glücklichen 3:2 am Donnerstag gegen den TSV Beuren gesichert. Abteilungsleiter Gert Schnepf hält daher zumindest einen Punktgewinn gegen die Kirchheimer für realistisch.

Schwer zu retten dürfte nach vielen Jahren der Kreisliga-A-Zugehörigkeit diesmal der TSV Ohmden sein. Der Elf aus dem Bergwald hilft nur noch ein Wunder, denn am letzten Spieltag kommt Titelkandidat VfL Kirchheim in den Bergwald. Die letzte Chance auf die Relegation wollen die Ohmdener deshalb morgen gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten wahren. Beim TSV Neckartailfingen II herrscht noch immer Personalnot. Doch Coach Alberto Guillen glaubt an seine Mannschaft und an die besonderen Vorzeichen der morgigen Partie: „Es ist das Spiel der Spiele. Ein Unentschieden nützt hier keinem.“ Der TSV Ohmden hingegen hat wieder alle Mann an Bord und deshalb die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „Vielleicht bekommen wir ja die nötige Schützenhilfe“, meint Abteilungsleiter Peter Scherrer und schaut dabei aufs Derby in Raidwangen, wo der TSV Altdorf ebenfalls um lebenswichtige Punkte kämpft. kls

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