Lokalsport

Onkel Frieder statt Eckfahne im Tor

Vor dem sonntäglichen Spieltag ziehen die Teck-Vereine unterschiedliche Bilanz aus dem bisherigen Saisonverlauf. Besonders der AC Catania geht schweren Zeiten entgegen.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Nach acht Spieltagen steht der Bezirksliga-Absteiger AC Catania fast schon abgeschlagen mit nur drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Den Azzurri droht der direkte Absurz in die Kreisliga B. "Wenn wir so weiterspielen, werden wir es sehr schwer haben, den Klassenerhalt zu erreichen," prognostiziert Abteilungsleiter Pasquale Martinelli. In den letzten sechs Spielen kassierten die Catanesi 29 Gegentore Selbstvertrauen kommt da nicht auf. Am Sonntag kommen die SF Dettingen an die Jesinger Allee. Unter normalen Umständen sicherlich keine unlösbare Aufgabe, aber im Moment wäre Martinelli mit einem Punkt schon zufrieden: "Die verletzten Spieler Pedro Pereira, Marcel Alter und Bejtula Halimi können wir einfach nicht ersetzen." Der sonntägliche Gegner aus Dettingen kommt als Tabellenzehnter. "Unter dem Strich haben wir drei, vier Punkte zu wenig auf unserem Konto", gibt sich Bielke mit dem bisher Erreichten noch nicht zufrieden. "Wir müssen mehr Stabilität in unser Spiel bringen."

Beim TASV Kirchheim ist nach dem zweiten Saisonsieg am vergangenen Sonntag Erleichterung eingekehrt. "Wir wollten nicht wieder so schlecht starten, wie in der letzten Saison", ärgert sich Trainer Canan Karahan. Beim Tabellenvierten FC Frickenhausen II wäre der TASV-Coach am Sonntag schon mit einem Unentschieden zufrieden.

Eine tabellarische Achterbahnfahrt haben die Kicker des TSV Holzmaden hinter sich. Standen sie am 19. September noch auf Platz eins, so finden sie sich nach zwei deftigen Niederlagen auf Rang acht. Für das anstehende Spiel bei Aufsteiger TSV Oberensingen plagen Abteilungsleiter Frank Linsenmayer Torwartprobleme: "Wenn ich bis Sonntag keinen Keeper finde, wäre mein Onkel Frieder bereit, im Tor zu spielen," schließt Linsenmayer den Einsatz einer Eckfahne als Torwart, wie er nach dem 1:8 gegen Grafenberg scherzhaft angekündigt hatte, aus.

Der TV Neidlingen strebt mit einem Heimsieg gegen den TB Neckarhausen höhere Ziele in der Kreisli-ga A an. "Ich denke, meine Mannschaft ist stark genug, um am der Ende der Saison unter den ersten Fünf zu landen", gibt sich Trainer Rudi Baude zuversichtlich. Weiter dranbleiben an den führenden Teams will auch der TSV Weilheim. Das Ziel von Trainer Jürgen Fritsch beim Aufsteiger TSV Raidwangen sind drei Punkte: "Um oben dranzubleiben, wäre ein Punkt sicher zu wenig." Dabei erhofft sich der Weilheimer Coach, dass der rot-gesperrte Torjäger Kai Hörsting frei gesprochen wird.

Nach der ersten Heimniederlage in dieser Saison und der damit verlorenen Tabellenführung, will der TSV Oberlenningen beim VfB Neuffen zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen. Im Spitzenspiel erwartet der Tabellenführer TSV Grafenberg den Tabellenzweiten FV 09 Nürtingen. Bei einem Sieg könnten die Gastgeber den Vorsprung auf die "Nullneuner" auf sechs Punkte ausbauen.