Lokalsport

Owen erfüllt Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht

Handball-Landesliga: HSG Wangen/Börtlingen in der Teckhalle über weite Strecken überfordert

Mit einem auch in der Höhe verdienten 36:22-Heimerfolg gegen den Tabellenletzten HSG Wangen/Börtlingen haben sich die Handballer des TSV Owen in der Landesliga Luft im Kampf gegen den Abstieg verschafft.

Owen. Owens Coach Manfred Haase verzichtete in der Partie gegen den Tabellenletzten auf Linksaußen Sascha Meissner und brachte stattdessen Felix Krüger. Eine Reaktion auf Meissners undiszipliniertes Verhalten im letzten Heimspiel, das zur Disqualifikation geführt hatte. „Jeder hier muss sich in den Dienst der Mannschaft stellen und sein Ego hinten anstellen“, begründete der Owener Coach seine Entscheidung.

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Die Gäste hielten lediglich in der Anfangsphase bis zum 4:4 mit. Dann jedoch waren die Gastgeber aus Owen am Drücker, gegen deren konsequente Deckungsarbeit die HSG kaum ein Mittel fand. Zwar lief im Angriff der Gelben auch nicht alles rund, dennoch gelang es, sich auf 13:5 abszusetzen. Vor allem Janick Lehmann konnte im Owener Angriff nach Belieben schalten und walten. Mit 13 Treffern war er erfolgreichster Akteur für seine Farben. Aber auch Torhüter Thomas Langlinderer hatte mit seinen Paraden großen Anteil an der deutlichen Führung des TSV.

Die Gäste waren zeitweise völlig überfordert und fanden weder in der Offensive noch in der Defensive zu ihrer Form. Auch nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Die Gäste kamen jetzt zwar etwas besser ins Spiel, profitierten dabei aber vom nachlässiger werdenden Abwehrverhalten der Teckstädter. Nach knapp 40 Minuten hatten sich die Hausherren dann wieder auf ihr Spiel besonnen und agierten vor allem konsequenter im Angriff. Mit einem 7:0-Lauf zogen die Gelben sogar auf 28:14 davon. Eine unschöne Szene gab es, als Owens Spielmacher Nico Sigel beim Tempogegenstoß von den Beinen geholt wurde. Die beiden sicher und unauffällig leitenden Unparteiischen hatten auch in dieser Szene alles im Griff. Owen bekam einen Strafwurf zugesprochen, der Übeltäter wurde völlig zu Recht disqualifiziert.

Die Partie war danach praktisch entschieden. Owen leistete sich zwar einige Leichtsinnsfehler, die den Vorsprung auf 13 Tore schmelzen ließen, die Gastgeber scheiterten dabei mehrfach völlig frei vor dem eingewechselten Martin Mühleisen. Da jedoch auch die Gäste nicht alle ihre Gelegenheiten im Owener Tor unterbringen konnten, blieb dies am gestrigen Abend ohne Konsequenzen. Am Ende stand ein völlig verdienter 36:22-Heimerfolg für den TSVO zu Buche. Für den gilt es nun, den Schwung mit in die schwere Partie beim Meisterschaftsfavoriten und Tabellenführer TSV Grabenstetten zu nehmen. Auch wenn die Erfolgsaussichten dort wenig rosig sind.jb