Lokalsport

Owen erneut gegen Aufsteiger – Weilheim ohne Rehkugler gegen Schlusslicht – Lenningen „international“

Owen erneut gegen Aufsteiger – Weilheim ohne Rehkugler gegen Schlusslicht – Lenningen „international“

Aus lokaler Sicht ein volles Programm bietet der kommende Spieltag in der Handball-Landesliga. Der TSV Zizishausen erwartet morgen den Spitzenreiter aus Owen, während die SG Lenningen beim Vorarlberg-Vertreter HC Lustenau antreten muss. Bereits heute Abend will der TSV Weilheim mit einem Sieg gegen Schlusslicht Biberach mehr Abstand zur Gefahrenzone gewinnen.

Owen/Weilheim/Lenningen. Wer vor der Partie des TSV Owen in Zizishausen Vergleiche mit früheren Begegnungen anstellen will, tut sich schwer. Es dürfte in den 80er-Jahren gewesen sein, als sich letztmals die Klingen beider Männermannschaften kreuzten. Owens Pressewart Jochen Bader stieß bei seiner Recherche nur auf Vergleiche der beiden Reservemannschaften. Zumindest auf Landesligaebene ist dieses Duell also eine Premiere.

Der Vorbereitung auf den morgigen Gegner (17 Uhr, Neckarsporthalle Nürtingen) dienten dem ­Owener Trainergespann Markus Brodbeck und Jürgen Schöberl erneut Video­analysen aus den vergangenen Spielen. Zu sehr mit dem Spiel des Gegners will man sich bei den Teckstädtern allerdings nicht beschäftigen, sondern diesem möglichst das eigene Spiel aufzwingen. Dies gelang in den bisherigen Saisonspielen weitgehend. Mit 13:1 Punkten steht der TSV unangefochten an der Spitze. Auch personell plagen die Teckstädter keine größeren Sorgen. Lediglich Kreisläufer Lars Kirchner konnte unter der Woche wegen einer leichten Gehirnerschütterung nach einem Kopftreffer im Spiel gegen Blaustein nicht trainieren. Kirchner wird aber ebenso zum Kader gehören wie der weiterhin angeschlagene Heiko Hoyler, den eine Knöchelverletzung plagt. Mit einem Sieg in Zizishausen würden die Owener auf jeden Fall als Tabellenführer in zwei Wochen zum Derby nach Grabenstetten fahren. Owens Motto: „Speck ansetzen“ vor Beginn der kalten Jahreszeit.

Für den TSV Weilheim steht nach drei Niederlagen in Serie heute Abend in eigener Halle gegen die TG Biberach (20 Uhr) Wiedergutmachung auf dem Programm. Der gute Saisonstart scheint vergessen, nach dem jüngsten Fehltritt gegen Neuhausen haben die Weilheimer erneut Kontakt zur Gefahrenzone. Nur noch zwei Punkte trennen die Beichter-Sieben von einem Abstiegsplatz. Im Spiel beim Filderklub am vergangenen Wochenende lief beim Tabellensiebten wenig zusammen. Nun ruhen die Hoffnungen auf Rückkehrer Marco Schill, der nach überstandener Verletzung für mehr Durchschlagskraft im Angriff sorgen soll. Damit kann Trainer Markus Beichter zumindest im Feld seine Bestbesetzung aufbieten. Doch das Verletzungspech bleibt den Limburgstädtern auch weiterhin treu: Diesmal traf es Michael Rehkugler. Der Stammtorhüter knickte beim Aufwärmen in Neuhausen um und fällt für das heutige Spiel aus. Ein schwerer Verlust für die Weilheimer. Für ihn wird Bernhard Illi im Tor stehen, da der etatmäßige Ersatz, Markus Porstner, noch an einem Bänderriss laboriert. Mit der TG Biberach kommt heute Abend das Tabellenschlusslicht in die Weilheimer Wühlehalle. Den einzigen Sieg konnten die Oberschwaben beim knappen 24:23-Heimerfolg vor zwei Wochen gegen den HC Lustenau feiern. Dennoch müssen sich die Weilheimer gegen­über dem vorherigen Spiel enorm steigern, wollen sie die schwache Serie heute Abend beenden.

Zum zweiten Mal in einer Woche spielt die SG Lenningen international. Nach dem Spiel gegen Feldkirch muss die Kiedaisch-Sieben am Sonntag zum zweiten Vorarlberg-Vertreter HC Lustenau reisen. Die Heimstärke der Österreicher bekam zuletzt Rot-Weiß Laupheim bei deren 22:23-Niederlage zu spüren. Fünf Punkte holten die Vorarlberger bisher schon zu Hause. SG-Trainer Holger Kiedaisch deutet es richtig, wenn er sagt: „Bei Lustenauer Heimspielen weiß man nie, wer da aufläuft.“ Weniger Fragezeichen gibt es auf Lenninger Seite: Die SG wird in der Feldkirch-Besetzung antreten. Mit einer Ausnahme: Jochen Leitner, der mit seiner Frau am Wochenende Nachwuchs erwartet, wird nicht mit nach Vorarlberg reisen. Im Freitagtraining warnte Kiedaisch sein Team noch einmal eindringlich vor den gefährlichen Gegenstößen von Nezezon und Co: „Wichtig ist, dass wir schnell von Angriff auf Abwehr umschalten und hinten konsequent stehen.“ Damit wäre die Wunschliste noch nicht abgehakt. Denn bei den Lenningern haperte es bisher vor allem bei der Chancenverwertung. Gegen Feldkirch wurden die gleich reihenweise vergeben. Das soll gegen Lustenau nicht mehr passieren (Sonntag, 17 Uhr, Gymnasium-Sporthalle Lustenau). jb/pa/döl

TSV Owen: Brodbeck, Carrle; Gehrke, Wager, Dunkel, Jörn Lehmann, Kirchner, Hanssen, S. Klett, B. Klett, Weiss, Hoyler, Schmidt, Meissner

TSV Weilheim: Illi; Sigel, Bachofer, Haase, Mauch, Zettl, Bächle, Planitz, Klöhn, Schorr, Seyferle, Schill, Allgaier.

SG Lenningen: Born, S. Lamparter; Austen, Braunwarth, Haid, Kazmaier, J. Lamparter, Renz, Ringelspacher, Schur, Wald, Wiesinger.

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