Lokalsport

Owen kontra TVP: Kampf um die weiße Weste

Nach Owens deutlichen Auswärtserfolg in Ruit kommt es am Sonntag in der Teckhalle zum Duell der Größen in der Handball-Verbandsliga: Die Herzogstädter erwarten den TV Plochingen. Die SG Lenningen, gestärkt mit 3:1 Punkten aus den letzten beiden Spielen, fährt selbstbewusst zum Auswärtsspiel nach Steinheim.

OWEN/STEINHEIM Mit dem TV Plochingen (14:0 Punkte) und dem TSV Owen (12:0) stehen sich morgen die beiden einzigen verlustpunktfreien Mannschaften der Handballverbandsliga gegenüber. Selten hatte eine Partie den Titel Spitzenspiel eher verdient. Überraschenderweise haben ausgerechnet die beiden Aufsteiger das Feld der etablierten Verbandsligateams bisher mächtig durcheinandergewirbelt.

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Plochingen kommt mit der Emp-fehlung von Siegen gegen Barten-bach und Oberkochen/Königsbronn, während Owen zuletzt gegen Schorndorf und in Ruit erfolgreich war. Im Vergleich zur Aufstiegsformation hat sich Plochingen mit Kreisläufer Benedikt Rapp und Torhüter Marco Schwarz weiter verstärkt. Die Mannschaft vom Neckar spielt einen schnellen Handball und ist aufgrund der Mischung aus erfah-renen Spielern und Nachwuchsta-lenten schwer auszurechnen.

Doch auch der TSV Owen braucht sich in seiner derzeitigen Form nicht zu verstecken. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit zwang die letzten Gegner in die Knie. Egal ob von außen, dem Rückraum oder über den Kreis, schon mehrfach in dieser Runde konnten sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. Gut im Gedächtnis dürfte den Owener Anhängern wohl noch das letzte Spiel der vergangenen Saison in Plochingen sein. Dort siegte der TSV Owen nach der stärksten Sai-sonleistung beim Meister mit 36:32. Die Vorzeichen stehen also gut für ein "echtes" Spitzenspiel. Man darf wohl gespannt sein, welches der beiden Teams auch in der kommenden Woche weiterhin die weiße Weste trägt.

Die SG Lenningen will den Elan und vor allem den "gute Geist" aus den letzten beiden Spielen mitnehmen. Der TV Steinheim konnte bisher nicht überzeugen und liegt am Tabellenende. Darum ist es für die Lenninger enorm wichtig, auf der Ostalb zu punkten. Von seinen sechs Spielen gewann der Württembergliga-Absteiger erst einmal und das gegen die SG Schorndorf (35:29).

Über eines muss sich Lenningen im Klaren sein, dieses Spiel wird kein Selbstläufer. Ähnlich wie bei der SG stehen auch in der Wental-Halle die TV-Fans wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft und feuern sie pausenlos an. Entsprechend muss hier gegengehalten werden Lustenau lässt grüßen. Beide Mannschaften haben noch nie gegeneinander gespielt. Über Stärken und Schwächen wird sich SG-Trainer Holger Kiedaisch beim TSV Owen schon erkundigt haben. Dieser läutete mit dem 27:26- Auftaktsieg seine Siegesserie ein.

Fünf Spielerabgänge hatte Steinheim zu verzeichnen und hofft nun mit einem Mix aus Routiniers und jungen Spielern die Klasse zu halten. Lenningen lieferte in Lustenau ein gutes Spiel ab. Wünsche bleiben dennoch bestehen. So bei der Abwehr, die auf den Außen- und Halbpositionen ihren Gegenspielern zu viele Freiheiten gestattete. Und beim Kapitel "Wie verwalte ich einen Vorsprung", besteht ein großer Nachholbedarf. Trainer Kiedaisch wird die Mannschaft gegenüber dem Lustenau-Spiel nicht verändern, zumal Christoph Baumann noch verletzt pausieren wird. Die SG setzt wieder einen Fanbus ein. Abfahrt: 16.45 Uhr, Sporthalle Lenningen.

br/döl

Die Aufgebote

TSV Owen: Carrle, Reckziegel Baisch, Dunkel, H. Hoyler, C. Hoyler, Kazmaier, Kirchner, Krüger, Meißner, Schmidt, Sigel, Wahl, WinklerSG Lenningen: S. Lamparter, Born Austen, Braunwarth, Brugger, Gökeler, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Segeritz, C. Wiesinger, J. Wiesinger.