Lokalsport

Owener bangen um den Spielertrainer

Primus der Handball-Landesliga heute eventuell ohne Markus Brodbeck – Heimspiele für SGL und TSVW

Vorletzter Spieltag vor Weihnachten in der Handball-Landesliga: Während Tabellenführer TSV Owen den schweren Gang nach Österreich zum HC Lustenau antreten muss, haben die beiden anderen Teckvereine Heimspiele vor der Brust: Die SG Lenningen will dabei gegen Schlusslicht Biberach Wiedergutmachung für die jüngste Pleite in Neuhausen, der TSV Weilheim hingegen ist am Sonntag gegen Laupheim quasi zum Punkten verdammt.

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Owen/Lenningen/Weilheim. Für den TSV Owen steht am heutigen Samstag eines der schwersten Auswärtsspiele der laufenden Saison auf dem Programm. Nach einer mehr als 200 Kilometer langen Anreise folgt um 20 Uhr die Partie beim HC Pantec Lustenau. Während der vollbesetzte Fanbus der Teckstädter erst am späten Nachmittag in Richtung Österreich startet, werden die Spieler um Kapitän Martin Weiss bereits zu dieser Zeit in Vorarlberg sein. Nichts will man auf Owener Seite dem Zufall überlassen. So entschied sich Owens Spielertrainer Markus Brodbeck für eine frühzeitige Anreise, damit seine Spieler ausgeruht in die Partie gehen können.

Die bisherige Heimstärke der Vorarlberger durfte nicht nur Meisterschaftsmitfavorit Grabenstetten bei der deutlichen 29:42-Niederlage erfahren. Auch das Ergebnis vor zwei Jahren sollte den Teckstädtern Warnung genug sein. Damals gelang dem inzwischen zurückgetretenen Benjamin Kazmaier mit dem Schlusspfiff der glückliche 30:30-Ausgleich. Damit es in Österreich einen doppelten Punktgewinn zu feiern gibt, ist jedoch eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Partie am vergangenen Wochenende notwendig – zu viele technische Fehler und Fehlwürfe leisteten sich die Gelbhemden im Spiel gegen Feldkirch. Per Videostudium wurden die Fehler analysiert und sollen im Spiel beim HCL möglichst vermieden werden.

Die Gastgeber wollen natürlich den Heimvorteil nutzen. Beim TSV sollte man vor allem auf die drei Hauptwerfer der Vorarlberger ein Auge werfen: Heilinger, Köb und Hans-peter. Ein Einsatz von Heiko Hoyler scheint derzeit noch nicht möglich, seine Nasenfraktur ist noch zu frisch. Ebenfalls bangen die Owener noch um den Einsatz von Spielertrainer Markus Brodbeck, der mit einer fiebrigen Erkältung unter der Woche das Bett hüten musste. Ansonsten sind alle Spieler einsatzbereit.

„Mund abwischen und weitermachen“, heißt es derweil bei der SG Lenningen nach der Niederlage in Neuhausen. Eine neue Aufgabe erwartet die SG Lenningen heute Abend. Schlusslicht TG Biberach kommt in die Sporthalle Lenningen (Beginn 20 Uhr). Dabei wäre es fatal, die Oberschwaben nach ihrem Tabellenstand zu beurteilen. Dieser Fehleinschätzung unterlag vor vier Wochen der TSV Weilheim, der der TG in eigener Halle mit 30:38 unterlag. Da hatten die Weilheimer das Trio Tobias Hermann, Stephan Frey und Dragan Vukodinovic nicht auf der Rechnung. Vor allem am Kreis bewies Vukodinovic seine Torjägerqualitäten.

SG-Trainer Holger Kiedaisch fordert von seinem Team eine größere Laufbereitschaft. Darin gipfelte auch seine Kritik nach dem Neuhausen-Spiel: „Wir haben uns einfach zu wenig bewegt. Das Spiel ohne Ball fand nicht statt.“ Gerade mal eine Handvoll Spieler standen ihm im Mittwochtraining zur Verfügung. Krankheit, Verletzungen und Beruf ließen nur ein eingeschränktes Programm zu. Ob die erkrankten Marc Wald und Markus Schur rechtzeitig fit werden, ist noch offen. Zurückgemeldet hat sich Oliver Ringelspacher. Co-Trainer Markus Schlenk: „Es wäre äußerst wichtig, wenn wir die Vorrunde mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis abschließen könnten.“

Die Weilheimer Handballer gehen heute zum Siegen verdammt in das letzte Heimspiel des Jahres 2008. Nachdem Trainer Markus Beichter gegen den TSV Blaustein zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag den kompletten Kader aufbieten konnte und der TSVW ein Unentschieden erkämpfte, wurde man vom TSV Zizishausen klar in die Schranken gewiesen. Die 22:33-Niederlage war ein herber Rückschlag. Glück im Unglück: Die Nichtabstiegsränge und das Tabellenmittelfeld befinden sich noch in Reichweite der Weilheimer. Um nicht wie in der vorangegangenen Saison wieder eine Aufholjagd zu beginnen, ist ein Sieg gegen Laupheim Pflicht. Der Weilheimer Gegner am Sonntag (17 Uhr in der Wühlehalle) befindet sich mit drei Punkten mehr schon auf Platz vier der Tabelle. Die Laupheimer leisteten sich in ihrem letzten Spiel eine überraschende Heimniederlage gegen Unterensingen. Entsprechend engagiert werden sie in Weilheim auftreten.

Den TSV ereilte vor dem wichtigen Spiel mal wieder das Verletzungspech: Der Einsatz von Klaus Haase ist noch fraglich, bei ihm besteht der Verdacht auf einen Muskelfaserriss. Kurzfristig entscheidet sich auch noch der Einsatz von Marcel Planitz. Schon in Zizishausen spielte er mit Schmerzen im Knie. jb/döl/pa

TSV Owen: Brodbeck (?), Carrle – Gehrke, Wager, Dunkel, Kirchner, Martin, Weiss, Lehmann, Meissner, Schmidt, S. Klett, B. Klett, Hanssen, Sigel (?)

SG Lenningen: Born, S. Lamparter – Austen, Braunwarth, Haid, Kazmaier, J. Lamparter, Leitner, Renz, Ringelspacher, Schur, C. Wald, M. Wald

TSV Weilheim: Rehkugler – Sigel, Bachofer, Haase (?), Mauch, Zettl, Bächle, Planitz (?), Schorr, Seyferle, Schill, Auweter