Lokalsport

Parade der Extrem-Trikots beim Jubiläum

Ottenbach. Es war eine Art Liebeserklärung an die Jubiläumsveranstaltung. Beim 25. Alb-Extrem-Radmarathon starteten besonders viele der 3 500 Teilnehmer in „Extrem-Trikots.“ Besonders angesagt: Das mit den 25 Sternen. Viele Teilnehmer zogen sich für ihren gestrigen Radmarathon das am Vortag ausgegebene Jubiläums-Trikot über. Aber auch die Trikots der Vorjahre waren zahlreich vertreten, das Schaulaufen der Kreationen war eine Art Liebeserklärung an die einmal mehr vom MRSC Ottenbach ausgezeichnet organisierte Mammutveranstaltung.

Die Radsportler warteten geduldig, bis sie auf die Strecke entlassen wurden, um anschließend von dem lange Zeit bewölkten Himmel zu profitieren. Die Bedingungen waren damit perfekt, um die großen Schleifen über Gmünd, Bartholomä und Steinheim bis nach Amstetten, Westerheim und Weilheim und über Geislingen und Treffelhausen zurück nach Ottenbach zu bewältigen. Allerdings wurde dabei eine gute Kondition vorausgesetzt, da die Strecken aufgrund mehrerer Baustellen-bedingter Änderungen zehn Kilometer länger waren als sonst. Seine liebe Müh mit dem ständigen Auf und Ab entlang des Albtraufs hatte dabei ein Gast aus England. Mike aus Leicester hatte bereits an der Verpflegungsstelle in Waldstetten nach gut 50 Kilometern einen hochroten Kopf. „Das ist kein Spaß hier“, wiederholte er und schüttelte sein Haupt.

Eine Station weiter, in Bartholomä, verpflegte sich auch Stephan Zehm, der im Trikot des Diakonischen Werks Württemberg angetreten war. Der EDV-Fachmann von der Diakonie Stetten im Remstal will mit dem in Stuttgart ansässigen „Diakonie Fund Racing Team“ auf die zunehmende Armut in Deutschland aufmerksam machen und für den Eingang von Spenden sorgen.

Rocco Cantatore aus Kirchheim ist ein paar Meter weiter voll des Lobes für die Organisation des Radmarathons. „Das ist alles super“, stellt er bei seiner Alb-Extrem-Premiere fest, die er mit zwei italienischen Landsmännern aus Göppingen bestreitet. Cantatore hat sich dafür das Trikot des italienischen Meisters in den Landesfarben ausgesucht, „weil wir Italiener hier in Deutschland unsere Heimat noch viel mehr lieben als die Italiener zu Hause.“

Nach 119 Kilometern werden in Waldhausen manchem Radler schon die Beine etwas schwer, weshalb sich einige ins Gras legen, zwanzig Kilometer weiter bei der Verpflegungsstelle in Hofstett-Emerbuch entledigt sich mancher für einige Minuten seiner Radschuhe und gönnt sich eine ausgiebige Pause. Ein Grüner-Plan-Weg führt die 3 500 Extrem-Teilnehmer schließlich an die Kontrollstelle Stötten, nachdem die Radler anstelle der gesperrten Stöttener Steige diesmal über das idyllische Roggental den letzten großen Anstieg in Angriff genommen hatten.

Zufrieden strahlen später im Ziel Jürgen Grupp und Rainer Raab vom Team G-Race – gemeinsam haben sie die 310-Kilometer-Strecke bewältigt. Zeitlich eng sei es gewesen, es im Limit in die erste Zusatzschleife zu schaffen, obwohl sie pünktlich um 5.30 Uhr losfuhren. Raab ist auch froh, dass sein Thermometer am Tacho nicht mehr als 28 Grad anzeigte: „Das waren perfekte Bedingungen.“ Am Abend strahlt auch Annelore Nußbaumer. „Es war ein schöner Tag, die Streckenführung kam super an und alles hat geklappt“, weiß die Organisations-Chefin der Jubiläumsveranstaltung. hab

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