Lokalsport

Paukenschlag zur Primetime

Basketball: Kirchheim bringt Cuxhaven die zweite Saisonniederlage bei

Hart umkämpft und doch verdient war er, der 93:84-(42:43)-Heimsieg der Kirchheimer Basketballer gegen den Tabellenzweiten der 2. Liga Pro A die Cuxhaven BasCats, die bis dahin erst einmal verloren hatten. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer starken Trefferquote von der Dreierlinie (13/24) begeisterten die Knights rund 1100 Fans, die das Team mit stehenden Ovationen feierte.

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Timo Probst

Kirchheim. Auch ohne die Doppellizenzspieler Phillipp Heyden, Ziyed Chennoufi und Tim Koch erwischten die Knights gegen den Tabellenzweiten einen guten Start in die Partie und führten nach drei Minuten mit 6:2. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels entwickelte sich ein temporeiches und attraktives Spiel, in dem beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Dreier von Radi Tomasevic, der trotz Verletzung auf die Zähne biss und Gordon Scott sowie ein spektakulärer Dunking von Cedric Brooks ließen den Kirchheimer Vorsprung zwischenzeitlich auf 19:13 anwachsen. Angetrieben vom blendend aufgelegten Guard-Duo Brooks/Tomasevic, das in den ersten zehn Minuten zusammen 17 Punkte verbuchen konnte, verteidigten die Hausherren ihre Führung, bis es beim Stand von 27:23 ins zweite Viertel ging.

Hier drehte nun Eric Williams mächtig auf. Der Gästeforward erzielte sechs Zähler in Serie und machte damit den Anfang zu einem Zwischenspurt der Cuxhaven nach drei Minuten mit 35:32 in Front brachte. Ex-Knight Sascha Kesselring, der mit 22 Punkten eine Karrierebestleistung aufstellte, legte nach und ließ den Vorsprung der Norddeutschen weiter anwachsen, ehe Cedric Brooks den Gastgebern neues Leben einhauchte. Erst wurde der Aufbauspieler mustergültig von David Michalczyk bedient und wenig später war Brooks mit einem seltenen Vier-Punkt-Spiel erfolgreich. Zwei weitere Zähler des Amerikaners, der im ersten Durchgang deren 18 erzielte, besorgte den Rittern zwischenzeitlich gar die Führung zurück, ehe es mit 43:42 für die BasCats in die Pause ging.

Die Anfangsphase des dritten Viertels gehörte dann wieder ganz den Gästen, die sich durch fünf Zähler in Serie auf 48:42 absetzen konnten. Kirchheim hatte jedoch die passende Antwort parat und konterte mit einem 7:0-Lauf, ehe Radi Tomasevic und Gordon Scott per Dreier und Dunking für Begeisterung auf den Rängen sorgten. Getragen von der guten Stimmung in der Sporthalle Stadtmitte war Tomasevic erneut aus der Distanz erfolgreich, um die Gastgeber nach sieben Minuten mit 57:52 in Führung zu bringen. Der Kapitän war es schließlich auch, der mit seinem vierten Treffer von der Dreierlinie für den 63:59-Zwischenstand vor dem Schlussviertel sorgte.

Hier konnte Mark Dorris zunächst verkürzen, ehe Kirchheim einen 9:0-Lauf startete, den Gordon Scott per Dreier zum 72:61 nach drei Minuten komplettierte – die Halle stand Kopf und Gästecoach Vilmantas Matkevicius nahm bereits jetzt seine dritte und letzte Auszeit. Die ungewöhnliche Maßnahme schien zu fruchten, kam Cuxhaven anschließend doch durch Dreier von Lee Jeka und Andreas Hasenkamm zurück ins Spiel. Weitere Punkte durch Kesselring und erneut Jeka, der im letzten Viertel zwölf seiner insgesamt 19 Punkte erzielte, brachten die Gäste weiter heran und Dorris verkürzte zwei Minuten vor dem Ende auf 83:79. Doch Gordon Scott behielt die Nerven und konterte mit einem erfolgreichen Dreier, ehe Ryan De Michael und Cedric Brooks von der Freiwurflinie für die Entscheidung sorgten.

So feierten die Knights am Ende einen hart umkämpften, letztlich aber hoch verdienten 93:84-Erfolg, der gleichbedeutend mit der erst zweiten Cuxhavener Saisonniederlage war. Die Kirchheimer Fans honorierten diese Leistung ihrer ersatzgeschwächten Mannschaft mit stehenden Ovationen und verliehen ihrer Freude lautstark Ausdruck.

Kirchheim: Brooks (25, 5 Rebounds, 5 Assists), Scott (21), Tomasevic (17), Lischka (9), De Michael (8, 9 Rebounds), Gilliam (7, 3 Steals), Michalczyk (4), Menck (2)

Cuxhaven: Kesselring (22, 10 Rebounds), Jeka (19, 8 Assists), Dorris (17, 6 Assists, 4 Steals), Williams (10, 10 Rebounds), Hasenkamm (8), Fuller (7, 6 Rebounds), Ruckhaber (1), May (0), Wischnewski (0)