Lokalsport

Persönliche Bestzeit im Dauerregen

Bei typisch nasskaltem "Zofingen-Wetter" erkämpfte sich der Dettinger Norbert Braun beim härtesten Duathlon der Welt, dem Powerman im schweizerischen Zofingen, den 12. WM-Platz unter 42 Startern in seiner Altersklasse der 40- bis 44-jährigen Amateure. Sein letztes Rennen für das Sparda-Team Rechberghausen beendete Braun in neuer persönlicher Bestzeit.

ZOFINGEN Der Zofinger Duathlon 2005 war einer der härtesten, die je ausgetragen wurden und schuld daran war nicht die anspruchsvolle Strecke, sondern wieder einmal das schlechte Wetter, das die Schweizer für diesen Wettkampf abonniert zu haben scheinen. Zehn Kilometer Laufen mit rund 200 Höhenmetern, 150 Kilometer Radfahren mit insge-samt 1 500 Höhenmetern und ein abschließender 30-Kilometer-Lauf mit nochmals 530 Höhenmetern verlangten den Athleten bei strömendem Regen alles ab. Auf der 50 Kilometer langen Radschleife über Riechentalhöhe und Bodenberg kamen auch noch Nebel und Kälte hinzu.

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Den ersten Lauf über zehn Kilome-ter absolvierte Braun in schnellen 37,40 Minuten, exakt zwei Minuten schneller als bei seinem letzten Start vor zwei Jahren. Ein erstes Anzeichen dafür, dass sich die gute Vorbereitung für den Dettinger in diesem Jahr bezahlt machen würde. Nach dem Wechsel aufs Rennrad nutzte Braun die erste der drei Radrunden, um seinen Rhythmus zu finden. Obwohl das Wetter immer schlechter wurde, gelang es ihm mit einer kämpferischen Leistung, seine Zeit von 2003 um vier Minuten auf den beiden letzten Radrunden zu verbessern. Mit einer Radsplitzeit von 4.53:44 Stun-den kam Braun wieder in die Wechselzone, was einem Stundenmittel von knapp 31 km/h entspricht.

Beim abschließenden 30-Kilometer-Lauf, der in zwei Runden unterteilt war, konnte von den Athleten noch niemand ahnen, dass nach Bewältigung der 200 Höhenmeter auf die Hochebene über Zofingen noch ein Crosslauf zu bewältigen war: Der anhaltend starke Regen hatte die zu durchlaufenden Wiesen in ein wahres Schlammfeld verwandelt. Norbert Braun benötigte für die erste Laufrunde 1.10 Stunde, spürte aber bereits den Kräfteverschleiß durch Nässe, Kälte und den schweren Boden. Von seinem Vorsprung auf die eigene Bestzeit konnte er am Ende noch knapp zwei Minuten ins Ziel retten. Mit der Gesamtzeit von 8.04:51 Stunden und Platz 12 in seiner Altersklasse war Braun im Ziel überglücklich.

Tags zuvor hatte der Dettinger die Ehre, gemeinsam mit der amtierenden Langdistanzweltmeisterin Erika Csomor die Weltmeisterschaft zu eröffnen. Die Ungarin holte sich später den Sieg in der Elite-Klasse der Frauen. Bei den Männern gewann der Top-Favorit und mehrmalige Duathlon-Weltmeister aus Belgien, Benny Vansteelant, in 6.31:01 Stunden. Bester Deutscher im Gesamtklassement war Dirk Strothmann aus Burgholzhausen. Der letztjährige Vierte, Norbert Huber (CIS Amberg), wurde Achter. Nach seinem Abschied vom Sparda-Team Rechberghausen wird Norbert Braun in der kommenden Saison als Hubers Teamkollege an den Start gehen.

Die Alters-Klasse AK 40 gewann der Deutsche Andreas Roth in 7.04:06 Stunden. Braun landete im Gesamtklassement auf Platz 81 unter 217 Startern inZofingen.

pm