Lokalsport

Pflüger ebnet den Weg

Trotz dreier Treffer gegen den Landesligaaspiranten GSV Dürnau reichte es für das ersatzgeschwächte Team der SGEH auch gestern nicht zu einem Sieg. Am Ende stand mit dem 3:3 (0:1) das dritte Remis in Folge auf dem Spielberichtsbogen.

ERKENBRECHTSWEILER Die SG wollte an die Spielweise in Wolfschlugen anknüpfen, schnell die Räume im Mittelfeld eng machen und wäre damit in der 15. Minute fast erfolgreich gewesen. Darko Kadoic eroberte sich an der Mittellinie das Leder, doch seine Bogenlampe erreichte der weit vor dem Tor stehende Keeper-Oldie Kuma Suza gerade noch mit den Fingerspitzen. Diese Szene weckte die Gäste offensichtlich auf, denn nun führte der GSV vor, was schnelles Angriffsspiel bedeutet: In der Abwehr räumten die langen Kerls alle hohen Bälle ab, schalteten blitzschnell auf Angriff um und vorne tobte ein brandgefährlicher Offensivsturm. Ein schneller Pass von Ruckenbrod auf Kadrolli führte folgerichtig zur GSV-Führung durch Majowski (24.).

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Erst nach 30 Minuten fand die SG quasi Zugang zum (Konter-)Spiel. Dabei bewies die Friedl-Elf erneut Einsatzwillen und Kampfbereitschaft. Beide Mannschaften schenkten sich im Abwehrverhalten und Mittelfeld nichts. Der Unterschied beider Teams war lediglich in der Offensive zu finden. Die Ballbehandlung der GSV-Akteure war hervorragend. Sie spielten blitzschnell und entwickelten so den Angriffswirbel. Auch die SGEH war zeitweise im Angriff zu finden, jedoch gaben wenige Zentimeter Ungenauigkeit bei Pass und Ballannahme den Ausschlag.

Gleich nach dem Wiederanpfiff waren die Dürnauer wieder hellwach. Jeder noch so kleine Fehler der SG wurde sofort mit Angriffsdruck bestraft. Kadrolli narrte in der 49. Minute die gesamte SG-Verteidigung, passte dann quer zum freistehenden Majowski, der zum 0:2 einschob. Die Friedl-Truppe resignierte jedoch nicht und erkämpfte sich in der zweiten Spielhälfte einen Gleichstand an Spielanteilen. Nur drei Minuten nach dem 0:2 fand ein Eckball von Michael Pflüger in René Friedl den kopfballstärksten SGEH-Adressaten, der zum Anschlusstreffer einnickte.

Mitten im SG-Jubel nutzten die Gäste wieder eine Unachtsamkeit aus und Majowski schlenzte quasi im Gegenzug clever zum 1:3 ein. SG-Coach Friedl erkannte, dass das Spiel noch nicht entschieden war und brachte mit Frank Zintgraf in der 67. Minute eine weitere Offensivkraft. Genau in dieser Spielminute passte Darko Kadoic steil auf den durchgestarteten Pflüger, der frei vor Keeper Suza das 2:3 markierte.

Wenn auch das Spiel zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen war, waren die Dürnauer im Angriff noch immer brandgefährlich. Doch die Überheblichkeit der Gäste-Stürmer wurde bestraft, die Kampfbereitschaft der SGEH belohnt. Danell Stumpe köpfte quer durch den Strafraum, wieder war Pflüger durchgestartet und wuchtete das Leder aus spitzem Winkel am Keeper vorbei in die Maschen zum letztlich gerechten 3:3 (89.).

jw

SGEH: Sven Laderer Florian Laderer, Göpfrich (66. Zintgraf), Strobel Steffen Laderer, Friedl, Pflüger, Kadoic, Karacagün Kammerer (46. Reinhofer), Stumpe.GSV Dürnau: Suza Pascual, Bilar, Seckic, Schmid (65. Kiemele) Rak, Altuntas (61. Lindtner), Ruckenbrod, Kadrolli Majowski, Renten (73. Moustadiof).Tore: 0:1 Majowski (24.), 0:2 Majowski (49.), 1:2 Friedl (51.), 1:3 Majowski (52.), 2:3 Pflüger (67.), 3:3 Pflüger (89.).Gelbe Karten: Pflüger, Kadoic Schmid, Ruckenbrod.Zuschauer: 120.Schiedsrichter: Franz Köteles (Reutlingen) mit unscheinbarer, sicherer Leistung.