Lokalsport

Platz drei knapp verpasst

Lohnenswerter Saarland-Trip für Annette Frik: Die Ötlingerin vom Zepto Skate Team dezimierte mit einer beherzten Attacke das gesamte Damenfeld am einzigen Anstieg des 42 Kilometer langen Rundkurses beim dritten Wertungslauf zur Germand Blade Challenge und verpasste im Sprint nur um wenige Zentimeter den dritten Platz. Dennoch reichte es für die vorrübergehende Führung in der Gesamtwertung.

SAARBRÜCKEN Der 3. Wertungslauf zur German Blade Challenge, der höchsten deutschen Rennserie, fand im Rahmen der Schlaue Stromer Saarland Skatedays statt. Einige tausend Skater aus 20 Nationen gingen in Saarbrücken an den Start, denn in einem separaten Rennen wurden die Europameister der Senioren in den Alterklassen ermittelt. Da es bei dem Wettkampf in Saarbrücken wichtige Punkte für die deutsche Rangliste zu vergeben gab, hat sich Annette Frik (Zepto Skate Team) als Ranglistenzweite kurzfristig entschlossen, an dem Rennen im Saarland teilzunehmen.

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Die Strecke führte zunächst entlang der Saar auf eine längere Schleife mit einem Wendepunkt in Kleinblittersdorf und führte dann zurück in die Innenstadt. Auf dem zunächst flachen Kurs wollte keines der Damenteams die Führungsarbeit übernehmen. Annette Frik, die mit Unterstützung ihrer dänischen Teamkollegin Catherine Grage angetreten war, rollte zunächst locker im Feld mit. Als die Strecke dann Richtung Sankt Ingbert führte, zeigten sich die Zepto-Damen das erste Mal an der Spitze des Feldes.

In Sankt Ingbert wartete ein drei Kilometer langer Anstieg auf die Fahrerinnen. Bereits auf den ersten Metern der Steigung verschärfte Frik das Tempo. Sie fuhr den gesamten Anstieg von vorn, ohne sich auch nur einmal umzusehen. Oben, als es etwas flacher wurde, übernahm dann ihre Teamkollegin die Führungsarbeit. Als es hinunter in die Abfahrt ging, waren außer den beiden Zepto-Damen nur noch vier weitere Athletinnen zu sehen: Tina Strüver und Sarah Bak vom KIA Motors Team, die Deutsche Meisterin Sandra Wieduwilt vom Powerslide Team und die junge Sarah Stangl.

Orientierung an Sprinterin

Auf der Abfahrt hinunter nach Saarbrücken konnte diese Gruppe ihren Vorsprung immer weiter ausbauen. Mit Sarah Bak, Tina Strüver und Sandra Wieduwilt waren noch drei starke Sprinterinen in der Gruppe vertreten. In Abstimmung mit ihrem sportlichen Leiter sollte sich Annette Frik in diesem Rennen an einer der Sprinterinnen orientieren. Als es auf die Zielgerade ging, übernahm ihre Teamkollegin Catherine Grage die Führungsarbeit und hielt das Tempo hoch, Frik orientierte sich an ihrer Nationalmannschaftskollegin Tina Strüver. Vorne eröffnete die Dänin Sarah Bak den Sprint und konnte das erste Mal in dieses Saison Sandra Wieduwilt besiegen. Annette Frik lieferte sich einen packenden Zweikampf mit Tina Strüver und unterlag am Ende nur um Zentimeter im Kampf um Platz drei.

Friks Fazit: Die Form für die im August beginnenden Europameisterschaften in Jüterborg stimmt. Durch die Platzierung in Saarbrücken übernahm Frik sogar vorübergehend die Führung in der deutschen Rangliste. Vermutlich wird die vierfache deutsche Meisterin Sandra Wieduwilt am Ende der Saison aufschließen können, da sie aktuell ein Rennen weniger bestritten hat. Mayke Exterkate (Barclaycard in Lion Girls/TSV Ötlingen), die voriges Wochenende bei der deutschen Marathonmeisterschaft sechste geworden war, erkämpfte sich den elften Platz.

Bei den Herren belegten der Neidlinger Lars Hamann und der Schwenninger Jens Löffler (beide Qowaz-Team) nach einem schnellen und harten Rennen zeitgleich die Plätze 22 und 23. Zuvor hatten sich beide bis zum letzten Berg etwa zehn Kilometer vor Rennende in einer 20-köpfigen Spitzengruppe behauptet. Bei der Abfahrt mussten sie jedoch abreißen lassen. Die Zeit von 1.09,39 Stunden bedeutete für beide jeweils neue persönliche Bestzeit. Sieger wurde Clemens Rubick vom Powerslide-Racing-Team. Die für das Teckspeed Kirchheim fahrenden Piloten Cedric Scheib, Mike Ohlsen und Hubert Grasser 36., 64. und 69. ihrer Startgruppe.

jd/hg