Lokalsport

Pleite im Schwabenderby

Die TTF Ochsenhausen haben in einer hochklassigen Partie Revanche für das verlorene Pokalfinale im Dezember letzten Jahres genommen und den TTC Frickenhausen mit einer 3:6-Niederlage nach Hause geschickt.

OLAF NÄGELE

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BIBERACH Die Gäste aus Frickenhausen rechneten sich vor dem Spiel gute Chancen aus. Ochsenhausen galt als angeschlagen, konnte in den letzten Partien weder in der Champions League gegen Niederösterreich noch gegen Gönnern überzeugen. Vor allem das vordere Paarkreuz hatte sich den Ruf der Achillesferse erworben, die Spitzen Chuang und Crisan wurden in der vergangenen Woche vom TTF-Präsidenten Ihle zum Rapport gerufen. Die Standpauke zeigte offenbar Wirkung.

Die Entscheidungen beider Doppelpartien Ma/Lundquist gegen Crisan/Gerell und Wosik/Tokic gegen Chuang/Mazunov fielen erst im Verlängerungssatz, doch in beiden Fällen ging der TTC leer aus. "Uns hat ein Eingangsdoppel zum Punktgewinn gefehlt", analysierte Manager Reuhl, "aber wir hatten heute in den entscheidenden Momenten einfach nicht das notwendige Glück." Mit Fortune und großem Engagement wurde Hoffnungsträger Ma Wenge seinem Ruf als Punktegarant gerecht. Dem blassen Adrian Crisan ließ er bei seinem 3:0-Sieg keine Chance und Ochsenhausens Nummer eins Chuang sollte es später beim 3:1 nicht wesentlich besser ergehen.

Die Partien von Jens Lundquist hingegen standen unter dem Motto "Hart gekämpft und doch verloren". Er blieb gegen die TTF-Spitzen trotz guter Leistung erfolglos, verlor gegen Chuang mit 1:3 und gegen Crisan äußerst knapp mit 2:3. Für ein kurzes Aufatmen sorgte Bojan Tokics Sieg gegen Fedor Kuzmin. Wie bereits in der Vorrunde hatte der russische Nationalspieler im TTF-Dress gegen den agilen Slowenen nicht viel zu melden. Dies holte Kuzmin gegen Torben Wosik im letzten Spiel der Begegnung nach. Frickenhausens Nummer drei hatte seine erste Partie gegen Mazunov unglücklich mit 2:3 verloren. Von seinem Abschneiden gegen Kuzmin hing es ab, ob der TTC mit einem oder keinem Punkt nach Hause fährt. Die Weichen waren gestellt: Tokic hatte Mazunov bereits mit 3:1 geschlagen, doch sein Spiel kam nicht mehr in die Wertung. Kuzmin behielt in dem dramatischen Finale des Verlängerungssatzes die Nerven und gewann mit 12:10.

Trainer Qiu war die Enttäuschung über den Ausgang des Lokalderbys anzumerken: "Wir haben gut gespielt und alle haben alles gegeben. Wenn man sieht, wie knapp einige Spiele ausgegangen sind, hätten wir eigentlich einen Punkt verdient gehabt." Doch der Coach blickt nach vorne. Bereits am kommenden Freitag muss sein Team wieder an die Platte, Der TTC Fulda-Maberzell kommt ins Neuffener Tal und ist hoch motiviert. Schließlich wurde der TTV Gönnern mit 6:2 geschlagen.

Spielstenogramm

Chuang/Mazunov Wosik/Tokic 3:2 (6:11, 11:5, 11:8, 10:12, 11:7), Crisan/Gerell Ma/Lundquist 3:2 (11:5, 8:11, 12:10, 8:11, 11:7), Chuang Lundquist 3:1 (12:10, 9:11, 11:9, 11:9), Crisan Ma 0:3 (9:11, 9:11, 5:11), Kuzmin Tokic 1:3 (5:11, 11:5, 4:11, 9:11), Mazunov Wosik 3:2 (13:11, 11:13, 11:9, 9:11, 11:8), Chuang Ma 1:3 (11:13, 11:9, 12:14, 6:11), Crisan Lundquist 3:2 (6:11, 11:5, 8:11, 11:3, 11:9), Kuzmin Wosik 3:2 (11:8, 14:16, 8:11, 11:6, 12:10).